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Palmöl: Für und Wider 


Andreas Wenning, Geschäftsführer Rapunzel Naturkost
Andreas Wenning, Geschäftsführer Rapunzel Naturkost

Wir beteiligen uns gerne und aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Debate


 von Andreas Wenning, Geschäftsführer Rapunzel Naturkost

Das Interesse an und das Hinterfragen von Palmöl als wichtigem Rohstoff ist in vollem Gange. Das freut uns. Denn wir würden uns dies auch für andere Lebens mittel wünschen, die in den Verkaufsregalen stehen. Wo kommen sie her, wie umweltverträglich werden sie angebaut, unter welchen sozialen Bedingungen? Und wie, wo und von wem werden sie verarbeitet? Was ist dabei Bio, was ist fair? Wie kommt dieser oder jener Preis zustande?

Genau genommen wurde es höchste Zeit, dass sich Kunden, die Öffentlichkeit und vor allem auch Hersteller mit einem so allgegenwärtigen Rohstoff wie Palmöl bis in den Ursprung auseinandersetzen. Dieses kritische Hinterfragen ist es ja, was unsere Branche und unsere Kunden so einzigartig macht. Und kaum ein Rohstoff wird weltweit so anonym gehandelt wie konventionelles Palmöl. Beteiligte an dieser Kette zeigen meist wenig Interesse, dass diese transparent wird. Warum nur? Das darf und sollte man/ frau sich dabei fragen.

Deshalb machen es wir uns bei Rapunzel bewusst nicht leicht. Wir haben uns entschieden, uns nicht einzuordnen in den Mainstream der Vorbehalte gegen alles, was mit Palmöl zu tun hat. Im Gegenteil: Wir wollen sachlich und inhaltlich in aller Tiefe an der häufig undifferenziert geführten Diskussion teilnehmen. Dabei stellen wir uns auch allen Problemen und Herausforderungen, die mit dem Palmanbau tatsächlich verbunden sein können. Spätestens mit den häufigen Kundenanfragen, ob auch für unser Palmöl Orang-Utans sterben müssten, wurde uns klar: Wir müssen off en und mehr kommunizieren. Denn es gibt eine wirkliche Alternative für das heute verbreitete Palm-Desaster, nämlich faires, umweltverträgliches Bio-Palmöl. Für uns ist diese Alternative bereits Alltag und ganz selbstverständlich. Gerade deshalb sollten wir auch darüber sprechen, mitdiskutieren und mit sachlichen Informationen aus erster Hand beitragen.

Denn seit Rapunzel 1993 weltweit das erste Bio-Palmöl initiiert hat, zeigte gerade der ökologische Anbau und die alternative Bio-Vermarktung auf, dass eine vollkommen transparente Prozesskette durchaus möglich ist. Der Kunde darf wissen, woher der Rohstoff in seinem Produkt kommt. Heute heißt dies „segregiertes Palmöl“, also definierte Herkunft , 100 Prozent rückverfolgbar. Für uns seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Ist dies doch der erste Schritt, um Verantwortung für die Anbaubedingungen, die Produktion und die Nachhaltigkeit als Hersteller übernehmen zu können. Ohne zu wissen, wo etwas herkommt, ist dies eben nicht möglich.

In diesem Jahr veranstalten wir verschiedene Diskussionsforen zum Thema Palmöl mit Experten, Erzeugern, Kritikern, NGOs und Ernährungsfachleuten. Damit wollen wir die verallgemeinernde Sicht auf das Thema konkretisieren: Wie kann guter (Bio-) Palmanbau wirklich nachhaltig erfolgen? Wie kann faires Bio-Palmöl in den Läden kommuniziert werden? Wie kann der Kunde erkennen, welches Palmöl in den Produkten steckt? Was zeichnet die beiden Bio-PalmölProjekte von Rapunzel aus? Wir freuen uns auf diese spannende Diskussion mit der gesamten Naturkostbranche. Denn wir sind überzeugt, dass es sich lohnt, für vorhandene, sinnvolle Alternativen aktiv Position zu beziehen. Auch, wenn es komplexe Sachverhalte sind. Gerne tun wir dies auch zu anderen kritischen Themen. Denn Bio bedeutet seit Beginn, Alternativen zu entwickeln und dafür öffentlich einzustehen.

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