Frühstücke wie ein Kaiser, esse mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Dieses alte Sprichwort zeigt, dass dem Frühstück schon immer eine besondere Bedeutung zugemessen wurde. Mit dem Frühstück beginnt der Tag. Und mit dem Start nehmen wir viel Einfluß darauf, wie der Tag für uns wird. Leider beginnt für viele Menschen der Morgen hektisch, viele nehmen sich nicht mehr die Zeit für ein entspanntes Frühstück. Aber gerade für arbeitsreiche, stressige Tage ist ein gutes und ausgewogenes Frühstück die richtige Grundlage, all den Herausforderungen gewachsen zu sein.
Warum das Frühstück so wichtig ist
Das englische Wort „breakfast“ (Fastenbrechen) zeigt sehr gut, dass das Frühstück die erste Mahlzeit nach dem kurzen Fasten in der Nacht ist. Nachts ist der Körper mit der Aufrechterhaltung der wichtigen Körperfunktionen beschäftigt, alle lebenserhaltenden Organe arbeiten ohne Pause. Von außen führen wir ihm aber keine Energie zu. Daher sind vor allem die Kohlenhydratspeicher am Morgen leer und wir wachen meist mit einem Hungergefühl auf.
Besonders wichtig ist es für Schulkinder, zum Frühstück ausreichend und vor allem die richtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen, um sich in der Schule gut konzentrieren zu können. Laut Ernährungsexperten sollen wir rund ein Viertel der Tagesenergie am Morgen zu uns nehmen. Ein gutes Frühstück gibt uns das Rüstzeug für den Tag: Es fördert die Konzentration, spendet langanhaltend Energie, sorgt für gute Laune und macht stressresistent.
Die Tradition des warmen Frühstücks
In vielen Kulturen spielt ein warmes Frühstück seit jeher eine wichtige Rolle. Bei uns wird es langsam (wieder-) entdeckt. Das klassische Frühstück mit Brot, Butter und Marmelade oder auch herzhaften Brotbelägen war auch hierzulande nicht immer nur die einzige Option. Gerade in der Landwirtschaft, wo ein lange sättigendes Frühstück zwingend notwendig war, schätzte man schon früher warme Getreidebreie oder Suppen.
Die Traditionelle Chinesische Medizin erklärt die Wichtigkeit des Frühstücks mit der „Organuhr“. Jedes Körperorgan hat seine Zeit, zu der es am besten seine Aufgaben erfüllen kann, in der der Energiefluss Qi am stärksten ist. Für die Verdauungsorgane ist das die Zeit zwischen 5 Uhr morgens und 11 Uhr.
Das bedeutet, dass das Essen in dieser Zeit den Körper kaum belastet und besonders rasch und effizient in Energie umgewandelt werden kann. Dem warmen Frühstück wird dabei eine besondere Bedeutung zugemessen: Es gilt als erwärmend und energiespendend.
Erfreuliche Nebeneffekte
Warmes Frühstücken soll auch Heißhungerattacken vorbeugen. Durch einen langen Sättigungseffekt verhindert ein warmes Essen am Morgen die Gelüste nach Süßem am Nachmittag.
Auch auf die Verdauung wirkt sich ein warmes, ausgewogenes Frühstück positiv aus. So berichten viele, dass sie durch ein warmes Getreidefrühstück mit Obst und Nüssen sich wieder rundum wohl fühlen - und langfristig dabei sogar abnehmen oder ihr Gewicht dauerhaft halten können.