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Michael Grolm: Imker aus Leidenschaft


VOLLER EINSATZ FÜR BIENEN UND EINE GENTECHNIKFREIE WELT


Wer will schon einer Biene erklären, dass sie sich an eine Abstandsregelung beim Sammeln von Pollen und Nektar halten soll? Jüngste Untersuchungen zeigten, dass Honig aus Bienenkörben, die 500 Meter von Versuchsfeldern gentechnisch veränderter Maispflanzen aufgestellt waren, Spuren des gentechnisch veränderten Blütenstaubs enthielten. Michael Grolm ist Berufsimkerund  Dipl.-Ing. agr.  Er  hat uns bei unseren Genfrei-Gehen Märschen 2007 und 2009 und bei unserem Festival 2010 mit spannenden Vorträgen unterstützt. Lesen Sie hier einen Beitrag von Michael Grolm.

[von Michael Grolm] Meine Arbeit als Imker macht mir ganz besonders bewusst, dass es nur einen Weg gibt, die gentechnikfreien Landwirtschaft zu erhalten: der Anbau von Gentechnik-Pflanzen muss verhindert werden! Wenn ich meine Bienen durch die Luft schwärmen sehe, die Nektar und Pollen sammeln und von einer Pflanze zu anderen tragen - und das auch über Kilometer hinweg - dann weiß ich, dass Abstandsregelungen zwischen Gentech-Feldern und solchen, die es nicht werden wollen, absoluter Quatsch sind und eine „Koexistenz“ zwischen Gentechnikfreier Landwirtschaft und Gentech- Landwirtschaft einfach nicht möglich ist. Deshalb ist klar: die Gentechnik darf gar nicht erst auf die Äcker, und wenn Gentechnik-Pflanzen irgendwo freigesetzt oder angebaut werden, dann müssen sie schnellstmöglich wieder aus der Umwelt verschwinden.

Ich sehe verschiedene Wege und Strategien im Kampf für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Informations- und Aufklärungsarbeit leisten, politischen Druck durch Öffentlichkeitsarbeit erzeugen, gentechnikfrei einkaufen, gentechnikfreie Regionen gründen und in letzter Konsequenz auch mit zivilem Ungehorsam die Gentechnik dort von den Feldern holen, wo sie die Gentechnik- Industrie platziert hat, um unumkehrbare Fakten zu schaffen. Ich wünsche mir, dass diese verschiedenen Wege sich nicht in Abgrenzung zueinander sehen, sondern sich die Bälle gegenseitig zu werfen und so effektiv zusammenarbeiten.

Im Jahr 2005 wurde mit dem gentechnisch veränderten Mais Mon810 zum ersten Mal eine Gentech-Pflanze auf den Markt gebracht, die großflächig angebaut werden sollte. Diese Pflanze hatte zum Glück nicht den Erfolg, den die Gentechnik- Industrie erhofft hatte. In den vier Jahren, in denen der Mon810-Mais in Deutschland angebaut werden durfte, schaffte er es nie über 1% der Maisanbaufläche. Schwerpunkt des Genmais- Anbaus lag in den ostdeutschen Bundesländern. Thüringen bildete die Ausnahme, da sich hier immer wieder Bäuerinnen, Bauern und Bürgerinnen und Bürger erfolgreich gegen geplante Gentech- Felder in ihrer Nähe organisierten.

Der Spätsommer 2009 brachte mir eine sehr ungewohnte Erfahrung: Ich saß 27 Tage in Erzwingungshaft in der Justizvollzugsanstalt Suhl und wurde erst auf Anordnung des Bundesverfassungsgericht wieder entlassen. „Erzwungen“ werden sollte eine Geldstrafe von 1000 Euro, die ich wegen einer Feldbefreiungsaktion gegen den Mon810-Gentech-Mais in Brandenburg zahlen sollte. Über 200 Leute und 10 Traktoren begleiteten mich ins Gefängnis. Ich habe versucht, so viel Rummel darum zu machen wie möglich. Auch durch solche Aktionen bleibt das Thema Gentechnik in der öffentlichen Diskussion und ich hoffe, dass sich die Leute fragen „Was ist an dieser Sache so wichtig, dass ein Imker dafür für mehrere Wochen in den Knast geht?“.

Der Beitritt Thüringens zum europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen ist ein wichtiges Signal. Um die Gentechnik wirklich zu verhindern und die gentechnikfreie Landwirtschaft in Thüringen und darüber hinaus zu erhalten, brauchen wir ein Anbau-Verbot für gentechnisch veränderte Pflanzen. So lange dieses Verbot nicht durchgesetzt ist, brauchen wir Widerstand auf allen Ebenen.

Im Kampf für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist gerade auch der Widerstand derjenigen Leute, die das Land bewirtschaften, unverzichtbar: die Feldfrüchte aussäen, Bienenkästen aufstellen, Gemüse anbauen oder Apfelbäume pflanzen. Wir gestalten mit unserer Wahl, was wir anpflanzen, die Zukunft ganz konkret mit. In diesem Sinne: Bleibt auf dem Land und wehret euch täglich – auch gegen die Gentechnik!

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