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Montag, 20. Juli 2009 - 29. Laufetappe
Von Bonn nach Friesheim





Wieder-in-die-Gänge-kommen

Gestern war Sonntag in Bonn und Pausentag. Diesen habe ich genutzt, um einer Einladung vom Dom-Radio aus Köln nachzukommen zu einem Live-Interview im Studio am Kölner Dom. Erst nach der Sendung habe ich die Werbeflyer des Senders entdeckt mit dem Slogan:“Der gute Draht nach oben“. So kam ich darauf, dass es sich um einen kirchlichen Sender handelt. Das Interview mit der Moderatorin Frau Schipper hat Spaß gemacht und ich habe mich über die Aufgeschlossenheit einer kirchlichen Einrichtung gegenüber dem Thema Agrogentechnik gefreut. Als ich erwähnte, dass wir vielleicht in zwei Jahren von München nach Rom laufen würden unter der Bedingung, dass wir eine Audienz beim Papst bekämen, stellte sie ihre Hilfestellung in Aussicht. Der katholischen Kirche als einem der größten Landbesitzer Deutschlands stände eine Verpflichtung zur Gentechnikfreiheit ihrer Ländereien gut an, finde ich. Die Gentechnik ist schließlich nicht mit der Schöpfungsgeschichte zu vereinbaren.

Die Gelegenheit in Köln zu sein, wollte ich nicht ungenutzt lassen, meinen besten Freund Werner auf dem Melatenfriedhof zu besuchen. Gute Freundschaften halten sich auch, wenn einer nicht mehr physisch unter uns weilt. Ein Besuch dieses Friedhofs ist schon wegen der Dimension und der ausgefallenen Grabmäler sowie der Vegetation empfehlenswert. So ging der Pausentag schnell vorbei.
Heute Morgen war früher Einsatz gefragt, ein ZDF Kamerateam erwartete mich um acht Uhr am Münster. Und dann die Überraschung: Prof. Boehncke, erster Gewinner unseres OWA-Lebenswerk-Preises vom letzten Jahr, kam mit seiner Frau extra nach Bonn, um uns und unserem Thema seine Referenz zu erweisen. Ganz herzlichen Dank! Aufgrund einer unfallbedingten Behinderung kann er leider nicht mit wandern. Aber jede Unterstützung im Rahmen der individuellen Möglichkeiten ist wertvoll für unseren Marsch.

Rund 60 Menschen machten sich mit uns auf den Weg. Schnell waren wir bei unserem Vormittagsstopp am Biomarkt Hochreuther in Endenich. Große Freude über ein Lunchpaket für die Wanderer. Einige nutzten die Möglichkeit, Vorräte zu bunkern. Gestärkt ging es weiter, Herr und Frau Hochreuther begleiteten uns. Ich war erstaunt, wie schnell wir wieder aus Bonn draußen im ländlichen Bereich waren. Von daher der ehemalige Begriff: Bundesdorf? Auf jeden Fall bleibt uns Bonn positiv in Erinnerung.

Abwechslungsreich die Stecke bis zur Mittagspause auf dem „Unteren Dützhof“ in Swisttal-Heimerzheim, wo sich die Produktionsstätte der Firma Emiko für „Effektive Mikroorganismen“ befindet. Eine wirklich sehr gepflegte Station auf unserer Etappe. Mensch spürt, dass sich dort nicht nur Mikroorganismen wohl fühlen, sondern auch die Mitarbeitenden der Firma und Gäste. Zum Abschied gab´s noch eine knappe Zusammenfassung des Hausherrn zum Thema. Unser Gastgeschenk war eine kollektive Lachübung.

Dass mich mein Freund und Nachbar Rolf Birmelin in einer intensiven Gesprächsetappe begleitet hat, weiß ich sehr zu schätzen. Danke Rolf für die Mühe, zu uns zu stoßen. Danach schon wieder Landschaftswechsel mit Überquerung einer weiteren „Lebensader“ Autobahn, Koblenz-Köln namentlich. Hindurch durch Getreidefelder, schon kommt das Ziel nach 28 km in Sicht. In der nun flachen Landschaft sind Kirchtürme von weitem sichtbar. In der Nähe von Friesheim liegt auf einem ehemaligen Munitionsdepot das Gelände des Umweltnetzwerkes Erftstadt e.V. Ein idealer Platz für uns: Womos, Zelte, alles findet seinen Platz im Busch. Mein Team nennt solche Plätze „chillig“, also entspannt und lauschig, da kann mensch sich auf die Nachtruhe freuen.

Also ein ereignisreicher Tag, und dabei hab ich noch längst nicht alles verzeichnet. Neugierig geworden? Da kann ich nur empfehlen: Machen sie sich auf den Weg zu uns, noch haben wir neun Wandertage und sehr viel Abwechslung vor uns. Den Aachener Dom, Maastricht für die Coffeeshop-Freunde, Belgien mit Trappistenbier und dem Nationalgericht „Fritten“ (Pommes) und dem Atomium in Brüssel. Von den kleinen Sehenswürdigkeiten gar nicht erst zu reden und dem großen eigentlichen Thema des Marsches, der Agrogentechnik.
Und nun freu ich mich auf´s Abendessen.

Friesheim, 20.7.09
Joseph Wilhelm




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