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Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Sonntag 9. Oktober 2011
8. Marschtag  - Von Willmington nach Newark






Jeder Tag dieses "Right2KnowMarch" hat wieder Überraschungen zu bieten. So auch der heutige. Ein Tag, eine Straße. Auch mal etwas anderes.

Vom Startplatz in der Nähe von Willmington aus bogen wir auf einen Highway ein, der sich dann im Laufe des Tages nur durch seine unterschiedlichen Ausformungen der Spuren und Bankette unterschied. Bis zum Tagesziel nach rund 29 km in Newark, Delaware wechselten sich Shopping Malls, Industrieanlagen, Taco Bells und KFCs, Kirchen und Autowerkstätten, Pizzerien und Fitnessstudios, Friedhöfe und Sportplätze sowie andere Einrichtungen des täglichen Bedarfs ab. Wüsste mensch nicht, wo man wäre, könnte es überall sein in diesem gelobten Land. Dieses Land, das immer noch Einwanderer aus allen Ländern der Welt anzieht, und um dessen "Green Cards" die Menschen Lose ziehen und Jahre auf das große Los warten. Auf einer Werbetafel einer der vielen Kirchen stand: "Auch in dieser Wirtschaftslage hat dir Gott einen Job zu bieten: Kümmere dich um deine Nachbarn und bete zu Gott".

Zu der Routenwahl unserer Organisierer wollte ich mich ja nicht mehr äußern. Möchte jedoch erwähnen, dass mich die beinahe 30 km in der prallen Sonne bei ca. 28 °C doch in einen gewissen Vor-Erleuchtungszustand versetzt haben. Vielleicht gibt so etwas doch einige Bonus-Meilen beim Anstehen um einen Platz im Himmel, wie immer mensch sich den auch vorstellen mag. Auf jeden Fall Gentechnik-frei. Bei einem Gespräch mit unserem Fahrrad-Guide habe ich herausbekommen, dass er die Strecke NYC – Washington DC auf jeden 2 mal abgefahren hat, den letzten Teil sogar dreimal. Aber aus irgendwelchen ihm unbekannten Gründen liefen wir nicht auf diesen Routen. Vielleicht sind sie ja nicht Navi / GPS tauglich für unseren Begleitfahrzeug-Tross oder nicht groß genug für die dreiachsigen Omnibusse der "Sustainable Roadshow". Zwei freundliche ältere Damen vom Empfangskomitee der örtlichen Nachhaltigkeitsvereinigung am Zieleinlauf waren jedoch schockiert über die Routenwahl entlang der Highways und hatten großes Mitleid mit uns (ehrlich gesagt, haben wir uns auch hart erlaufen). Es gäbe traumhafte Backcountry-Roads, was ich gerne glaube.

Was mich immer wieder berührt ist die große Freundlichkeit der uns begegnenden Menschen und ihr Interesse an unserem Thema, wenngleich es vielen überhaupt nichts sagt. Und vielen ist es auch ziemlich egal, was in ihrem Essen - es kommt eher darauf ankommt, dass sie sich überhaupt Essen leisten können. So ist dieser Marsch doch eher als eine Art "Kick-Off-Veranstaltung" zu verstehen, dem viele weitere folgen müssen, um Bewegung und Bewusstsein entstehen zu lassen.

Aber es gibt ja schon Organisationen wie die NON-GMO, die sich ausschließlich dem Thema der Gentechnik in Landwirtschaft und Essen widmet. Sie beteiligt sich auch personell und mit Informationsmaterial an diesem Marsch.

Große Freude hat bei den Organisatoren und bei uns hat das Erscheinen und Mitwandern on Katherine de Mateo ausgelöst. Sie war lange Jahre die Chefin der "Organic Trade Association" und die letzten 6 Jahre Präsidentin der IFOAM, der Internationalen Vereinigung der Bioverbände. In der Vorbereitung dieses Marsches brachte sie sich mit ihren vielen Verbindungen zu Organisationen und Politik stark ein.

Fast hätte ich vergessen, das Highlight des Tages zu erwähnen, als wir plötzlich vor dem Research Center von Du Pont standen. Unter einer großen, hohen Brücke, über die wir marschierten, stand tief unten am Fluss ein altes Backsteingebäude. Das war der Ursprung und erste Firmensitz dieses Weltkonzerns, der der Menschheit mit einer unglaublichen Vielzahl von Produkten rund um die Petrochemie vielfältige Segnungen gebracht hat. Auf viele davon hätten wir gerne verzichtet. Mehr darüber im Internet. Wie schon gestern gesagt, Delaware ist Du Pont Land.

So, nun muss ich meinen immer noch glühenden Kopf kühlen. Die Hitze über dem Asphalt war wirklich grenzwertig, spüre ich.
Halten Sie uns die Daumen!

Ich wünsche Ihnen und euch eine schöne Woche.
Newark, Sonntagabend

Joseph Wilhelm






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