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Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Montag 10. Oktober 2011
9. Marschtag - Von Newark nach Maryland






Heute Morgen war der Start an der Bio-Farm der Amish people Community. Eine richtige Biogärtnerei und ein sogenanntes CSF-Projekt, Community Sponsored Farming. Dabei engagieren sich interessierte VerbraucherInnen mit festen Zahlungen, um die Produktion von lokalen und gesunden Lebensmitteln zu unterstützen. Die schwarzen Trachten der Amish erinnern an längst vergangene Zeiten, in vergangenen Jahrhunderten. Sie arbeiten mit Pferden und bleiben ihren alten Regeln treu. Vielleicht werden sie diejenigen sein, die mit bevorstehenden Veränderungen unserer energieintensiven Lebensweise am besten umgehen können. In den USA gibt es neben den Amish people noch einige andere ähnliche Lebens- und Glaubensgemeinschaften, die bekanntesten sind die Mennoniten und die Hutterer.

Die ländliche Umgebung des Startplatzes und die Auskünfte der Guides ließen uns auf eine angenehmere Routenführung auf kleineren Straßen hoffen. Diese Hoffnung erfüllte sich zumindest auf der ersten halben Meile, dann wurde die Straße schon wieder größer, wenngleich der Verkehr noch gering war. Durch die hügelige Landschaft konnten wir erstmals auf dem gesamten Marsch einen schönen, landwirtschaftlich geprägten Landstrich überblicken - und zum ersten Mal sahen wir auch Kühe.
Aber nach rund drei Meilen war aus der Straße schon wieder ein 25 Meter breiter Highway geworden und der Verkehr nahm zu. Unsere "Right2KnowMarch"-Gruppe war heute größer als an den vorherigen Tagen. Die Gruppe war guter Dinge, da die Tagesetappe mit 14 Meilen überschaubar war. Neu mit dabei die Journalistin Karin Heinze aus Deutschland, die sich von dem Marsch für ihre Berichterstattung durch eigenes Mitmarschieren ein Bild machen möchte. Respekt!

Auf dem Weg kamen wir heute durch einen Ort namens "Rising Sun", aufgehende Sonne. Bei diesem Namen kann man sich gar nicht vorstellen, dass dies bis in die 60er Jahre eine Hochburg des Ku-Klux-Clan gewesen sein soll, wie mir eine ortskundige Mitwandererin erzählte.

Den gewohnt leckeren Lunch von "Everybodys Kitchen" nahmen wir dann auf einem sensationell abgründigen Gelände einer Autowerkstatt ein, deren waldige Umgebung in einen abenteuerlichen Schrottplatz - als Ersatzteillager und Müllplatz - mutiert ist. Eine halbe Meile vorher waren wir an herrlichen weitläufigen Wiesen unter großen Eichen vorbeigekommen. Dort stand ein Denkmal von General Lafayette, der dort um 1750 mit seinen Truppen gelagert hatte. Wir waren ja schließlich auf dem alten Highway Nr. 1, der von Philadelphia nach Baltimore führt, unterwegs.

Unser Weg führte uns in den nächsten Bundesstaat Maryland hinein und über eine Staudamm-Brücke des Susquehanna River, einem mächtigen Fluss. Kurz danach waren wir schon am Ziel, auf einer weitläufigen Campsite hoch über dem Fluss. Die grandiose Foam-Dusche mit den tollen Düften von Dr. Bronners Magic Soap hat zumindest den äußeren Straßendreck von den Wanderern gespült. Ansonsten brauchen wir wohl nach dem Marsch eine Abgas-und Lärm-Entgiftungskur. So viel von beidem habe ich wohl die letzten 10 Jahre insgesamt nicht abbekommen.

Was tut mensch doch nicht alles für eine gentechnikfreie Zukunft. Daran muss man sich an solchen Tagen immer wieder erinnern. Und unsere amerikanischen Freunde sind sich sicher, dass unser Marsch etwas in Bewegung bringen wird. Immer wieder kommen sie aus ihrem "rolling office" und berichten von ihrer Medienarbeit übers Internet - sie sind immer "connected".

Morgen haben wir viel vor, 30 Meilen stehen auf dem Programm. Deshalb wurde der Abmarsch bereits auf 7.00 Uhr gelegt.

Joseph Wilhelm
Right2KnowMarch.com
Maryland






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