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22.05.2012: RAPUNZEL Kino
SOMMER IN ORANGE
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REISEBERICHT: MIT DEM GLEITSCHIRM UND ZU FUß DURCH ÄTHIOPIEN UND TANSANIA, M. GEBERT
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DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY
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FRISCH AKTUALISIERT
Lieferantenportait: Basmati-Reis
Warenkunde: Cashew
Frühstücksbreie
Frühstück- die Kaiserdisziplin
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Weihnachts-Menü 2011
Warenkunde: Sultaninen
Warenkunde: Feigen
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Vanille-Cashew-Kipferl mit Samba-Glasur
Marzipan-Kamele
Schokoladen-Orangen-Muffins
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INFORMATION: BIO-PALMÖL AUS KOLUMBIEN
Kundeninformation Palmöl, 10.August 2010
Ende März 2010 wurden gegen die Firma Daabon in Kolumbien Vorwürfe wegen Landvertreibung und Umweltzerstörung in der Region Süd-Bolivar auf der Farm Las Pavas erhoben (siehe Stellungnahme vom 26.05.2010). Dort ist die Firma Daabon zu 50% an einem Konsortium beteiligt, das neue Flächen für den konventionellen Palmanbau erschließen möchte. Die Firma Daabon ist im Bio-Bereich seit langem als zuverlässiger Lieferant von Bio-Palmöl bekannt und unterzog sich über die Jahre regelmäßig externen Kontrollen. Auch RAPUNZEL bezieht über einen Importeur Bio-Palmöl von Daabon. Allerdings stammt das Bio-Palmöl nicht aus der Region, um die es bei den erhobenen Vorwürfen geht, sondern aus den Bezirken Magdalena und La Guajira im äußersten Norden des Landes.
In der Folge besuchte eine RAPUNZEL-Mitarbeiterin im April diesen Jahres Kolumbien, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Daneben machten sich auch Mitarbeiter des Bio-Zertifizierers Ecocert und ein unabhängiger Experte, der von der Firma Alnatura beauftragt wurde auf den Weg nach Kolumbien, um eine eigene Einschätzung zu gewinnen (siehe Bericht Ecocert und Dr. Müller-Sämann im Anhang). Die unabhängig gewonnene und dennoch einheitliche Einsicht war, dass Daabon im Bio-Palmanbau im ökologischen wie auch im sozialen Bereich im Norden Kolumbiens eine gute Arbeit macht
Die in die Kritik geratene Situation in Süd-Bolivar ist rechtlich inzwischen zwar offiziell zugunsten des Konsortiums geklärt. Ob und in welcher Art und Weise jedoch die existentiellen Interessen der Betroffenen vor Ort bei der Landerschließung berücksichtigt wurden, kann und sollte nicht allein auf juristischem Wege geklärt werden.
Da bereits vor Monaten eine unabhängige Kommission eingesetzt wurde, um in diesem Konflikt zu vermitteln, entschieden wir uns, den Bericht der Kommission abzuwarten, um die laufenden Bemühungen nicht zu behindern.
Dieser Bericht liegt nun in spanischer und englischer Sprache vor und ist veröffentlicht
http://www.daabon.com/pavas/pdf/LasPavasReview_English_v2_.pdf
http://www.daabon.com/pavas/pdf/LasPavasReview_Spanish_v2.pdf
Der Bericht geht ausführlich auf Landrechtsfragen und soziale Hintergründe vor Ort ein. Dabei stellt er aber nicht ausschließlich die Situation der Las Pavas-Farm und die Rolle des Konsortiums dar, an dem die Firma Daabon finanziell beteiligt ist, sondern die Lage in der gesamten Region. Dort werden aktuell von verschiedenen Firmen diverse Aktivitäten im konventionellen Palm-Anbau durchgeführt. Den gesamtheitlichen Ansatz begrüßen wir ausdrücklich.
Mit dem Bericht wird keine eindeutige Lösung vorgeschlagen, sondern es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie in einem gemeinsamen, teilnehmerorientierten Prozess die verschiedenen Akteure vor Ort einen Weg aus der verfahrenen Lage finden können – nicht nur für das Konsortium und die Bauerngemeinschaft ASOCAB, sondern für alle Beteiligte in der Region.
Seit Bekanntwerden der Vorwürfe stehen wir in sehr engem Dialog mit Daabon. Uns ist sehr wichtig , dass das Unternehmen seine Verantwortung in Las Pavas wahrnimmt. Die Firma Daabon stellt sich nun in einer ausführlichen Stellungnahme ihrer Verantwortung in diesem Prozess und verpflichtet sich, ihren wesentlichen Beitrag zu leisten, um damit zu einer positiven Entwicklung in der Region beizutragen (siehe unten, Brief von Manuel Davilla). Dies ist aus unserer Sicht ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gerade der Ökologische Landbau – in Verbindung mit der systematischen Einbindung der Interessen aller Beteiligter vor Ort- kann nachhaltig Lösungen bieten für die Bewältigung ökologischer und sozialer Missstände, in Kolumbien wie überall.
Dadurch könnte idealerweise auch in dieser Region ein beispielhafter Weg zum nachhaltigen Anbau von Palm , bei dem wesentliche soziale und umwelterhaltende Standards konsequent Berücksichtigung finden, aufgezeigt werden. Ähnlich wie in den bereits vorhandenen Anbaugebieten im Norden. Konventioneller Landbau – sei es für Lebensmittel oder gar zur großflächigen Energieerzeugung – bietet weder für Mensch noch Natur eine nachhaltige Lösung.
Wir erwarten von Daabon, den nun eingeschlagenen Weg zur konstruktiven Lösung des Konfliktes weiter aktiv voranzutreiben. Aufgrund der komplizierten Interessenslage vor Ort rechnen wir allerdings nicht mit schnellen konkreten Ergebnissen. Jedoch werden wir uns vom Fortschritt des Lösungsprozesses regelmäßig selbst überzeugen und dies bei neuem Sachstand auch an unsere Kunden aktiv kommunizieren.
Links: Stellungnahme RAP 26.05.2010, Kurzbericht Müller-Sämann, Bericht Ecocert, Bericht der Kommission, Stellungnahem Daabon 28.07.2010. Kundeninformation Mai 2010
Stakeholder Brief Pavas-Gutachten 28.7.2010_deutsch (94 KB)
Bericht der Oekokontrolle Ecocert (70 KB)
Ergebnisbericht Landkonflikt Las Pavas ANNA (50 KB)
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