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INFORMATION: BIO-PALMÖL AUS KOLUMBIEN


Daabon beendet Las Pavas-Engagement


Santa Marta (Kolumbien)/Pulheim, 28.10.2010 – Die Daabon Gruppe mit ihrem Tochterunternehmen C.I. Tequendama S.A. beendet mit sofortiger Wirkung das Ölpalmanbau-Engagement in der Region Las Pavas/Kolumbien. Eine entsprechende Mitteilung hat der Daabon-Vorstand an den Geschäftspartner des Konsortiums El Labrador gerichtet. Manuel Dávila, Vorsitzender des Vorstandes, begründet die Entscheidung: „Wir haben uns in dieser seit Jahrzehnten krisengeschüttelten Region engagiert, um durch Ölpalmanbau auf der Finca Las Pavas allen Beteiligten einen Nutzen und eine Perspektive zu ermöglichen, so wie wir es mit unserem Allianzas- (Kooperativen-)Modell in anderen Teilen des Landes erfolgreich praktizieren.

Obwohl die Landeigentumsfrage zu Las Pavas von rechtlicher Seite eindeutig zugunsten des Konsortiums geklärt ist, halten die Diskussionen über Besitz und Eigentum unvermindert an. In so einem Klima ist es für uns nicht möglich, zukunftsgerichtete Projekte umzusetzen. Das nach wie vor schwebende und nicht umgesetzte Landreformverfahren wird vielleicht in Zukunft Klarheit bringen, doch jetzt bedürfte diese von Armut geprägte Region privatwirtschaftliches Engagement und Investitionen, aus denen würdevolle Arbeitsbedingungen mit langfristiger Perspektive entstehen können. Durch die Schwierigkeiten des Konsortiums mit den dörflichen Gemeinschaften zu einer gemeinsamen und langfristig wirksamen Lösung zu kommen, wurde unserem Unternehmen erheblicher Schaden zugefügt. Vor diesem Hintergrund beenden wir unser Engagement in Las Pavas.“

Daabon bedauert es, dass durch fehlende Klarheit seitens INCODER (Behörde für landwirtschaftliche Entwicklung) aber auch durch eigennützige Motive seitens verschiedenster Interessengruppen den Bauern und ihren Familien eine zum Greifen nahe wirtschaftliche und soziale Perspektive genommen wird. Auch will Daabon durch die immer wieder neu geschürten Diskussionen und eine fortwährende Rufschädigung nicht weiter die wirtschaftliche Grundlage der mit Daabon über Allianzas verbundenen rund 3000 Bauern mit ihren Familien im Norden des Landes gefährden.

Mit dem Konsortialpartner Aportes San Isidro wird Daabon jetzt Schritte festlegen, um das formal beschlossene Ende auch vor Ort zeitnah zu ermöglichen. Der sozial und ökologisch verträgliche Ölpalmanbau bleibt weiterhin eine zentrale Aufgabe der Daabon Gruppe. Neue Engagements in anderen Regionen des Landes, in denen von vornherein die Umsetzung der Daabon-Standards willkommen und möglich ist, werden derzeit identifiziert.


[28.10.10] PRESSEINFORMATION: Daabon beendet Las Pavas-Engagement (109 KB)

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