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HAND IN HAND - Campesino


Die Paranuss, auch Amazonasnuss genannt, bezieht RAPUNZEL von der Kooperative Campesino im Regenwald des Amazonas im Nordosten Boliviens. Die Nüsse werden während der Erntesaison täglich von den Mitgliedern der Kooperative gesammelt und nach der Trocknung in ein Sammellager der Kooperative gebracht. Diese kauft die Nüsse von den Sammlern auf, organisiert die zentrale Lagerung, das Aufknacken und den Verkauf. Die von RAPUNZEL gezahlten höheren Preise gibt die Kooperative an die Sammler weiter. Außerdem sind alle Kooperativenmitglieder in einer Krankenkasse versichert.

Aktiver Regenwaldschutz

Die Paranuss ist wohl das einzige tropische Waldprodukt, für dessen Ertrag - trotz der großen gehandelten Mengen - der natürliche Regenwald nicht zerstört wird. Im Gegenteil, er muss sogar erhalten werden. Die bis zu 50 m hohen Paranussbäume wachsen nämlich wild im Regenwald Amazoniens, werden also nicht kultiviert und bringen nur dort Ertrag, wo ein strukturreiches Waldgefüge besteht. Ist dies nicht der Fall, fehlen die natürlichen Bestäuber – mehrere Großbienenarten. Solange das Sammeln von Paranüssen eine lukrative Einnahmequelle für die dort lebende Bevölkerung darstellt, wird der Regenwald geschützt.

Leben im und mit dem Regenwald

Die Amazonasnüsse für RAPUNZEL stammen von freien Sammlern, von rund 180 Kleinbauern. Sie wohnen in abgelegenen Dörfern mitten im Wald und bauen noch zusätzlich Mais, Bananen und Reis an.

Ab Dezember eines jeden Jahres machen sie sich mit ihren Familien auf, um in den folgenden drei Monaten in die Sammelzentren (barracas) im Primärregenwald zu ziehen und dort Amazonasnüsse zu bergen. Erst durch Herunterfallen während der Regenzeit werden die Amazonasnüsse dem Menschen zugänglich. Die Sammler spalten die Früchte an Ort und Stelle mit einer Machete auf, lösen die einzelnen Nüsse heraus und transportieren sie in bis zu 70 kg schweren Säcken durch das Unterholz bis zum Sammelcamp.


Paranusskerne HIH

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Schulung zur Qualitätsicherung
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