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WARENKUNDE KOMPAKT - CASHEW
 | | Cashew - Fairer Nuss-Genuss aus den Tropen |
 | | Cashewbäume werden bis zu 12 m hoch |
 | | Die Cashewkerne hängen an einer quittenförmigen Frucht |
 | Der Berater besucht regelmäßig die Bauern vor Ort |
Weitere Bilder:
Botanik und Geschichte
Der Cashewbaum (lat. Anacardium occidentale) gehört zur gleichen Familie wie der Mango- oder Pistazienbaum. Er stammt ursprünglich aus Brasilien, wo er 1558 von dem französischen Naturwissenschaftler A. Thevet erstmals beschrieben wurde. Von Brasilien wurde der Baum in zahlreiche tropische Länder exportiert. In Südindien erwies sich der Anbau der Nüsse als besonders einträglich. Mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion stammt aus dieser Gegend, wo die Cashewfrucht als “fremde Mango” bezeichnet wird. Weitere wichtige Anbauländer sind Mosambik, Brasilien, Kenia, Vietnam, Indonesien und China.
Jahrhundertelang interessierten sich die indischen Bauern nur marginal für die Cashewnüsse. Sie erhofften sich vielmehr von dem dichten, bis 8 m weit und 1,5 m tief reichenden Wurzelwerk des Cashewbaumes eine Stabilisierung des Bodens. Das südindische Klima ist durch extrem starke Regenfälle gekennzeichnet, die während der beiden Monsunperioden riesige Mengen Boden wegschwemmen. In diesen Zeiten fallen 3.000 bis 4.000 mm Regen, der Rest des Jahres ist niederschlagsfrei.
Anbau in Mischkultur
In den indischen Bundesstaaten Mararashtra und Goa werden die kontrolliert biologischen Cashews für Rapunzel in bester Qualität angebaut. Fast 1.000 Kleinbauern bewirtschaften dort ihre Plantagen in Mischkultur mit Reis, Bananen oder Jackfrucht. Der Cashewbaum ist ein Baum der Tropen, der Temperaturen zwischen 5 ° und 45 ° Celsius toleriert. Er gedeiht auf nährstoffarmen Böden. Nach drei Jahren trägt der Cashewbaum zum ersten Mal Früchte, die als eine der merk würdigsten überhaupt bezeichnet werden können. Am Ende der quittenförmigen Früchte hängt jeweils nur eine einzige Cashewnuss. Diese Cashewnüsse sind 14 Tage vor den Cashewäpfeln reif und fallen dann zu Boden. Der zurückbleibende Cashewapfel ist essbar, schmeckt aber wegen des Gehaltes an Phenolen pelzig.Ernte und VerarbeitungDie Haupterntezeit reicht von Februar bis Ende April. Pro Baum werden durchschnittlich 12 bis 15 kg Nüsse geerntet. Die Bauern sammeln die reifen Nüsse vom Boden auf und legen sie zunächst einige Tage an die Sonne zum Trocknen. Dann werden die Nüsse zur weiteren Verarbeitung zu unserem HAND IN HAND-Partner Achal gebracht. Der Kern der Cashewnuss ist in einer nierenförmigen, 2 bis 3 mm dicken Schale aus hartem Holz eingeschlossen. Damit die Schale leichter vom empfindlichen Kern entfernt werden kann, werden die Cashews mit Dampf erhitzt. Der eigentliche Kern ist von einer zähen roten Haut bedeckt, die ebenfalls entfernt werden muss. Dazu trocknet man sie in einem Ofen. Nachdem die Cashews enthäutet sind, werden sie sorgfältig sortiert und für den Transport verpackt.
Beispielhaft für fairen Nuss-Genuss
Die Cashewnüsse werden bei unserem HAND IN HAND-Partner Achal verarbeitet. Rapunzel zahlt für die Cashews mehr als den jeweils aktuellen lokalen Marktpreis zuzüglich Bio- und HAND IN HAND-Prämie. Dadurch kann die Verarbeitungsfirma Achal seinen Arbeitern und Arbeiterinnen besondere Sozialleistungen zukommen lassen (siehe Kasten HAND IN HAND).
Ernährungsphysiologische Bedeutung
Cashews versorgen unseren Organismus mit reichlich Eiweiß, Calcium, Eisen, Zink und Kalium. Dazu kommen wertvolles Vitamin B, viel Magnesium und die sehr gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Verwendung in der Küche
Cashewkerne sind nicht nur zum Snacken köstlich. Gerade in der vegetarischen und asiatischen Küche kommen diese Kerne häufig zum Einsatz und runden die Gerichte mit ihrem mild-süßlichen Aroma ab. Zum Backen für feine Plätzchen oder bei der Herstellung von Pestos können statt Pinienkerne einfach Cashews verwendet werden. Auch kurz in der Pfanne geröstet und über Salat, Reis oder Gemüsegerichte gestreut schmecken sie besonders lecker.
Warenkunde Cashew als PDF (842 KB)
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