ERNÄHRUNG & GESUNDHEIT Abend. Neben Zitrusfrüchten und Fenchel sind Beeren- früchte (z. B. Sanddorn, Schwarze Johannisbeeren und Erdbeeren), Paprika, Portulak und (Wild-)kräuter wie Brennnessel, Petersilie und Brunnenkresse gute Vitamin-C-Quellen. Die ergiebigste Quelle für das fettlösliche Vitamin E sind Pflanzenkeime, -samen und Nüsse wie z. B. Weizen- keime, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Mandeln und Hanfsamen. Auch Avocados liefern Vitamin E. Eine gute Möglichkeit stellt zudem die Verwendung von Pflanzen- ölen dar, wobei sich die höchsten Vitamin E-Gehalte im Weizenkeimöl, gefolgt von Sonnenblumen-, Hanf-, Raps- und Olivenöl befinden. Mit zwei Teelöffeln Hanföl pro Tag ist der Tagesbedarf an Vitamin E fast gedeckt. Zudem liefert Hanföl Gamma-Linolensäure (GLA), eine spezielle Fettsäure, die entzündungshemmend wirkt. Ein echter Antioxidantien-Drink lässt sich aus Möhrensaft und Sanddornsaft plus einem Teelöffel Hanföl zubereiten. Als weiteres Benefit sorgt das Öl dafür, dass der Körper, die enthaltenen Carotinoide besser verwerten kann. Carotinoide zählen zu den sogenannten Sekundären Pflanzenstoffen und entfalten ebenfalls antioxidative Eigenschaften. Neben Möhren und Sanddorn finden sich die orangefarbenen Vertreter wie Beta-Carotin z. B. in Aprikosen, gelber Paprika, Hokkaidokürbis, Süßkartof- 2 0 NATUR.POST NOVEMBER/26 Aus wissenschaftlicher Sicht wird im Kampf gegen Entzündungen die medi- terrane Kost als vorteilhaft betrachtet, denn da steht der Verzehr von pflanz- lichen Nahrungsmittel im Vordergrund, und zwar in einer Frische und bunten Vielfalt, die sich positiv auswirkt. feln, Mais, Papaya, Kaki und Mango. In grünem Gemüse wie Brokkoli, Feldsalat, Grünkohl und Mangold kommen ebenfalls Carotinoide vor, doch sie werden farblich vom grünen Chlorophyll überdeckt. Und dann gibt es noch die roten Carotinoide zu denen Lycopin zählt, das z. B. in Tomaten und Tomatenmark, roter Paprika, Wassermelone, Guave, rosa Grapefruit und Hagebutten vorkommt. Erhitzen macht Carotinoiden nichts aus, so dass Möhren- und Kürbissuppen, Tomatensoße, Grün- kohlchips, Hagebuttenmark, aber auch getrocknete Mangos und Aprikosen leckere Carotinoid-Quellen sind. Weitere antioxidative Pflanzenstoffe sind die rot-blauen Anthocyane in Beerenfrüchten und Trauben wie Rote Weintrauben, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Apfelbeeren (Aronia), Heidelbeeren, Preiselbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren, schwarze und rote Maulbeeren und Kirschen. Ob in Smoothies, Obstsalaten oder als Saft, sie sorgen für süß-sauren Genuss, wobei purer Granatapfelsaft ein besonderes Gesundheits- highlight darstellt. Und nicht zu vergessen, die Flavonoide im Kakao, denen wissenschaftliche Studien ebenfalls antioxidative Eigenschaften bescheinigen. Aus dem herben Pulver lassen sich nicht nur köstliche Getränke zaubern, auch zuckerfreie Naschereien mit Nüssen, Datteln und anderen Trockenfrüchten. Kakao-Nibs als Müslizutat oder Knabberei zwischendurch machen zudem munter. ENTZÜNDUNGSHEMMENDE ÖLE Wenn es um eine antientzündliche Wirkung geht, kommt auch der Fettauswahl eine große Bedeutung zu. Aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bildet unser