

Süßlupine – Warenkunde zur heimischen Hülsenfrucht mit Biss
Süßlupinen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, haben aber auch in Amerika ihre Wurzeln. Heute werden sie vor allem in Europa kultiviert, besonders in Deutschland. Gelbe, weiße und blaue Sorten gedeihen bevorzugt in Nord- und Ostdeutschland.Für die Rapunzel Lupinenprodukte – Lupinenschrot und -mehl –verwenden wir ausschließlich weiße Süßlupinen aus Deutschland.
regionaler Anbau in Deutschland
hoher Proteingehalt (40 g Eiweiß pro 100 g)
Aminosäureprofil enthält alle essentiellen Aminosäuren
für kohlenhydratarme Ernährung geeignet (13 g Kohlenhydrate pro 100 g)
beliebt in der basischen Küche
bestens geeignet für die vegetarische und vegane Küche
tragen beim Anbau zum Erhalt der Bodengesundheit bei
Auch der Boden profitiert
Süßlupinen entwickeln ein tiefreichendes Wurzelwerk von bis zu 1,5 Metern. Dadurch können sie Nährstoffe auch aus tieferen Bodenschichten erreichen. Der Anbau von Eiweißpflanzen wie Linsen, Bohnen oder Lupinen unterstützt eine abwechslungsreiche Fruchtfolge. Leguminosen kommen ohne mineralische Stickstoffdüngung aus. Über die Symbiose mit Knöllchenbakterien reichern sie Luftstickstoff im Boden an und tragen zur Bodengesundheit bei. Zudem bietet ihre Blütenpracht vielen Bestäubern wie Bienen eine wertvolle Nahrungsquelle.
Viele Lupinen-Arten stellen geringe Ansprüche an den Standort und wachsen auch auf sandigen Böden. Es gibt keine gentechnisch veränderten Sorten. Der Zeitpunkt von Aussaat und Ernte hängt von der jeweiligen Art ab.
Tipp: Die dekorativen Gartenlupinen mit weißen, rosa oder violetten Blüten gelten als bitter und sind nicht für den Verzehr geeignet.

Was ist die Süßlupine?
Botanisch gehören Lupinen zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler – genau wie Erbsen, Kichererbsen oder Erdnüsse.
Den Namen „Süßlupine“ verdankt die Pflanze ihrer Zuchtform. Mit dieser wurden die ursprünglich enthaltenen Bitterstoffe (Alkaloide) über Jahre hinweg herausgezüchtet. Heute schmeckt die Lupine angenehm mild und nussig. Früher mussten die Bitterstoffe durch tagelanges Einweichen, Waschen und Kochen der Samen entfernt werden.
Die Blütenfarbe ist nicht das einzige Merkmal, um Lupine voneinander zu unterscheiden: Gelbe, weiße und blaue Arten unterscheiden sich auch in Bodenansprüchen, Klimaanforderungen, Ertrag und Reifezeit.
Die gelbe Lupine liefert den geringsten Ertrag pro Hektar.
Die blaue Lupine liegt im Mittelfeld.
Die weiße Lupine bietet den höchsten Ertrag, verlangt aber nach besonders guter Bodenqualität.
Sorgfältig verarbeitet, schnell zubereitet
Nach der Ernte werden die Samen der Süßlupine gedroschen, von der Hülse befreit, gereinigt und weiterverarbeitet – zum Beispiel als Schrot.
Wie schmecken Süßlupinen und wie verwende ich Lupinenschrot?
Der Geschmack von Süßlupinen ist mild und nussig, der Biss des Lupinenschrots angenehm kernig. Es lässt sich vielseitig einsetzen und ist gerade für die pflanzliche Küche und als Fleischalternative sehr bereichernd, etwa als veganer Ersatz für Hackfleisch.
Für ca. zwei bis drei Personen einfach 150 g Lupinenschrot mit 250 ml Klarer Suppe oder Wasser ca. fünf bis zehn Minuten bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln und danach zehn Minuten quellen lassen.
Verwendung in der vegetarischen & veganen Küche
in Salaten – kurz gegart als nussige, leicht bissfeste Zutat
in Aufstrichen – fein püriert als Lupinenhummus oder zusammen mit Gemüse
für Bratlinge – als Basis oder Ergänzung zu Gemüse und Gewürzen
als Füllung – z. B. für Paprika, Zucchini oder Wraps
in herzhaften Saucen – etwa als pflanzliche Alternative zu Hack in Bolognese oder Lasagne
in Pfannengerichten – kombiniert mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen
in Frühstücksbowls – kurz gegart und anschließend mit Obst, Nüssen oder einem Klecks Joghurt kombiniert


Hoher Proteingehalt, geringer Fettanteil
Süßlupinen zeichnen sich durch einen hohen Proteingehalt von rund 40 Prozent und einer sehr guten Proteinqualität aus. Ihr Aminosäureprofil enthält alle essentiellen Aminosäuren. Beliebt sind sie auch in kohlenhydratreduzierten und basenbetonten Rezepten. Die Samen enthalten wenig blähende Inhaltsstoffe, fast kein Purin und liefern wertvolle Mineralstoffe. Ein geringer Fettanteil rundet das Nährstoffprofil ab.
