Ein traditioneller Kaffeebauer beim Blick über das weite und grüne Hochland.

Fairness schafft
Perspektiven

Das bedeutet fairer Handel für uns

Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die das Leben anderer berühren. Unser Konsum beeinflusst das Leben von Menschen auf der ganzen Welt: Was wir kaufen, wie es produziert wird, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen. Fair Trade macht diese Zusammenhänge sichtbar. Fairness spielt daher eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen.

1. Existenzsichernde Löhne als Ziel

Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit sind von schwankenden Rohstoffpreisen betroffen und erhalten für ihre Ernte oft nicht einmal die Produktionskosten. Fair-Trade-Standards sehen für viele Rohstoffe Mindestpreise vor, die Produzentinnen und Produzenten zusätzliche Planungssicherheit bieten können.

2. Faire Löhne für starke Gemeinschaften

Wo faire Löhne gezahlt werden, können echte Perspektiven entstehen: Faire Handelsbeziehungen können dazu beitragen, die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern zu verbessern. Zusätzliche Einnahmen und Prämien können für Bildungs-, Gesundheits- oder Gemeinschaftsprojekte eingesetzt werden. Faire Löhne sind kein Almosen – sie können dazu beitragen, die wirtschaftliche Situation von Erzeugerinnen und Erzeugern zu stärken.

3. Transparenz schafft Vertrauen

Fair-Trade-Zertifizierungen setzen unabhängige Kontrollen entlang der gesamten Lieferkette voraus. Das bedeutet, dass jeder, der an einem Produkt beteiligt ist – von der Herstellung über Verpackung und Transport bis zum Verkauf – soziale, ökologische und ökonomische Standards erfüllen muss. Fair-Trade-Zertifizierungen erhöhen die Transparenz entlang der Lieferkette und unterstützen die Einhaltung definierter sozialer und ökologischer Standards.

4. Fairer Konsum kann Veränderungen fördern

Jeder Einkaufswagen ist eine Abstimmung, jeder Kauf ein Statement. Wenn die Nachfrage nach fairen Produkten steigt, steigt auch der Druck auf den gesamten Markt – und faire Handelsbedingungen werden zur Norm, nicht zur Ausnahme.

Rapunzel und Hand in Hand

Fair handeln – von Anfang an

Rapunzel steht seit über 50 Jahren für biologische Lebensmittel, die mit Fairness erzeugt werden. Das Rapunzel Hand-in-Hand-Programm vereint Bio-Qualität und faire Bedingungen für die Erzeuger und Lieferanten.

Faire Preise, langfristige Partnerschaften auf Augenhöhe und echte Transparenz – von der Quelle bis ins Regal. Das gehört zu unserem Hand-in-Hand-Programm genauso wie die Übernahme sozialer Verantwortung und die Möglichkeit, ökosoziale Projekte und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und zu unterstützen.

Gemeinsam mit dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. setzen wir uns für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Lieferketten ein. Fairness ist für uns kein Label – Fairness ist eine Haltung.

Rapunzel Hand-in-Hand Programm

„Faire Preise schaffen Perspektiven – für Bäuerinnen und Bauern weltweit und für die Natur, die uns ernährt.“

Das Rapunzel Hand-in-Hand-Programm

Das HAND IN HAND-Programm verbindet Bio mit fairem Handel. 1987 etablierte Rapunzel das HAND IN HAND, um mit seinen Lieferanten im Globalen Süden partnerschaftlich auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. HAND IN HAND trägt seitdem dazu bei, Existenzen zu sichern, fördert den ökologischen Landbau und schafft echte Perspektiven für Bauernfamilien und Kooperativen.

HAND IN HAND steht für Bio-Qualität, faire Preise, langfristige Partnerschaften und soziale Verantwortung. Darüber hinaus fördern wir öko-soziale Projekte und eine nachhaltige Entwicklung. Regelmäßige Inspektionen sorgen für Transparenz.

Mehr zu HAND IN HAND

Das Eine Welt Netzwerk Bayern

Das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. vernetzt als Dachverband über 230 Eine Welt-Gruppen, Einrichtungen und Eine Welt-Läden im Freistaat. Ziel ist es, die Verantwortung für globale Gerechtigkeit sichtbar zu machen: in Schulen, Städten, Kommunen und auf Marktplätzen.

Das Eine Welt Netzwerk Bayern will Menschen dafür gewinnen, ihr Denken und Handeln an der Verantwortung für die Eine Welt zu orientieren. Es informiert durch Informations- und Bildungsveranstaltungen, Aktionen, Kampagnen und Lobbyarbeit über Ursachen und Hintergründe globaler Herausforderungen. 

Mehr zu eine Welt Netzwerk Bayern

Ein traditioneller Kaffeebauer beim Blick über das weite und grüne Hochland.

In der kolumbianischen Kooperative ANEI engagieren sich vier indigene Gemeinschaften für einen nachhaltigen und fairen Kaffeeanbau in der Sierra Nevada de Santa Marta. Die Hochlandregion um Valledupar prägt mit ihrem besonderen Klima die Qualität und Reife der Kaffeekirschen.

Ein blühender Kaffeestrauch in einem Dickicht aus Grün.

Agroforst statt Monokultur: Die Kaffeepflanzen wachsen in vielfältigen Agroforstsystemen mit Schattenbäumen und natürlicher Kompostwirtschaft. Das hilft den Boden zu schützen, fördert den Wasserhaushalt und kann die Pflanzen widerstandsfähiger machen.

Eine Kaffeebäuerin beim Wenden von Kaffeebohnen, die in einem Trocknungstunnel liegen.

Geschmack ist vielschichtig: Abhängig von Höhenlage, Klima und Standort entwickeln sich beim Kaffee florale bis schokoladige Aromen. Durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Landwirt:innen in verschiedenen Regionen vereint ANEI ein breites Spektrum an sensorischen Charakteren.

©ANEI

Die Gründerin von Anei beim Ernten von Kaffeekirschen an einem Strauch.

Aurora steht für den Ursprung von ANEI: Als erste Frau ihres Dorfes mit einem Landwirtschaftsstudium kehrte sie in ihre Heimat zurück und baute die Kooperative auf. Heute folgen ihr junge Menschen, die mit neuem Wissen zur Weiterentwicklung von ANEI beitragen.

Ein Gruppenfoto auf dem sowohl traditionelle Bauern als auch Mitarbeitende von Rapunzel zu sehen sind.

Nachhaltigkeit nachvollziehbar machen: Durch regelmäßige Besuche und Audits werden Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, das Lebensumfeld der Arbeiter:innen und die Einhaltung der Bio-Vorgaben überprüft.

Eine Gruppe von Bauern wird von einer Mitarbeiterin von Anei geschult.

HAND IN HAND in der Praxis: Durch Vorauszahlungen und Mikrokredite erhalten die Mitglieder von ANEI finanzielle Sicherheit. Prämiengelder ermöglichen außerdem Schulungen, Weiterbildungen und soziale Projekte. So stärkt die Kooperative gezielt die Ernährungssouveränität der Region.

©ANEI

Wo Kaffee entsteht – vor Ort bei ANEI

Vor Ort in Kolumbien, im Herzen der Kaffeeanbaugebiete der Kooperative ANEI, entstand dieses Video direkt zwischen Pflanzen, Menschen und Landschaft. Es zeigt die enge Verbindung von Herkunft und Handwerk – vom Anbau in den Hochlagen bis zur sorgfältigen Auswahl der Bohnen. Im Mittelpunkt steht die gelebte Partnerschaft entlang der Wertschöpfungskette: vom Ursprung in den Kaffeegärten über die Kooperative bis hin zu gemeinsamer Arbeit an Qualität, Transparenz und nachhaltiger Entwicklung. Ein Blick dorthin, wo Kaffee entsteht und Verantwortung geteilt wird. Entdecke die Menschen hinter ANEI

Das Aktionsjahr „Allgäu: bio, regional & fair“

„Allgäu: bio, regional & fair“ ist ein gemeinsames Aktionsjahr der Allgäu GmbH, des Weltladen Kempten und Rapunzel Naturkost. Im Jahr 2027 bringt das Projekt Akteurinnen und Akteure aus biologischer und regionaler Erzeugung mit Partnern des Fairen Handels zusammen. Unterstützt durch starke Netzwerke wie die Marke Allgäu, Rapunzel, den Weltladen sowie Fairtrade Towns und Schulen entsteht eine Plattform für Austausch, Kooperationen und gemeinsame Aktionen. Dabei werden Themen aus allen Lebensbereichen aufgegriffen – von Ernährung über Textilien und Handwerk bis zum Alltagskonsum.

Ein Jahr, viele Impulse

Das Aktionsjahr startet im Januar 2027 mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung bei Rapunzel Naturkost, in Legau. Anschließend übernimmt jeden Monat eine andere Fairtrade Town im Allgäu eine zentrale Rolle. Mit Märkten, Workshops, Exkursionen und weiteren Aktionen werden Kooperationen zwischen bio-regionalen Erzeugern und dem Fairen Handel für Bürgerinnen, Bürger und Gäste erlebbar gemacht. 

Im Dezember endet die Aktion mit einer großen gemeinsamen Veranstaltung mit Rückblick auf die Höhepunkte des Jahres. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ehrung der Gewinnerinnen und Gewinner des Schul-Wettbewerbs.

Das Ziel

Sichtbare Verbundenheit

Mit Aktionen wie der Flaggen-Staffel und den Radtouren machen wir das Allgäu als vernetzte, solidarische und zukunftsorientierte Region erlebbar.

Neue Synergien

Wir fördern die Zusammenarbeit zwischen bio-regionalen Betrieben und dem Fairen Handel, schaffen neue Kontakte und unterstützen nachhaltige Wertschöpfung in der Region.

Nachhaltigkeit als Lebensgefühl

Das Aktionsjahr zeigt, dass bewusster Konsum, hohe Lebensqualität und globale Verantwortung zusammengehören. Nachhaltigkeit soll nicht als moralische Pflicht verstanden werden, sondern als modernes Allgäuer Lebensgefühl, das Heimatverbundenheit, Qualität und Weltoffenheit miteinander verbindet.

Der Weg

Die sichtbare Verbindung

Eine eigens gestaltete Aktionsfahne wandert im Laufe des Jahres durch die teilnehmenden Fairtrade Towns. Die jeweils aktive Kommune hisst die Flagge an einem zentralen Ort und übergibt sie am Monatsende an die nächste Stadt. So entsteht eine sichtbare Verbindung zwischen den einzelnen Aktionen und ein gemeinsames Zeichen für das Netzwerk im Allgäu.

Bio-Regional-Fair er-fahrbar machen

Das Netzwerk Weltläden Iller-Lech bietet Genuss-Radtouren zu bio-regional-fairen Betrieben im Allgäu an. Die Touren werden in einem nachhaltigen Radführer dokumentiert, der Einheimischen und Gästen dauerhaft zur Verfügung steht.

Bio, fair & regional macht Schule

Schulen im Allgäu beteiligen sich mit eigenen Projekten rund um die Themen Bio, Regionalität und Fairer Handel. Die besten Ideen werden am Jahresende ausgezeichnet und mit Preisgeldern oder Sachpreisen prämiert.