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Illustration der Erdmandelknolle.

Erdmandeln – Warenkunde, Verwendung, basenbetonte Rezepte

Die Erdmandel (Cyperus esculentus) ist auch als Tigernuss oder Chufa bekannt. Trotz des Namens gehört sie nicht zu den Nüssen. 

Info

Von mild nussig bis leicht süßlich

Die eichelgroßen Knollen stammen von einem Sauer- und Riedgrasgewächs und verdanken ihren Namen dem angenehm mandelartigen Geschmack. Das Aroma reicht von mild nussig bis leicht süßlich mit einer feinen, vanilleartigen Note, was die Erdmandel seit Jahrhunderten so beliebt macht.

Mehrere Pancakes übereinandergeschichtet auf grünem Teller auf einem Tisch.
Käsekuchenstücke mit Blaubeeren auf zwei Tellern, daneben Becher mit Kaffee.
Erdmandeln im Überblick
  • für den Ballaststofferhalt werden Rapunzel Erdmandeln nicht geschält 

  • ideal für glutenfreie und nussfreie Rezeptideen 

  • als Nussersatz beim Backen

  • beliebt in Rezepten der basenbetonten Küche 

  • als Zutat für Backwaren, Shakes und Erdmandeldrink, Porridge, Müsli, Ersatz für Getreidemehl, Energiekugeln uvm.

Geschichte

Schon im alten Ägypten geschätzt

Bereits im Altertum vertrauten die Ägypter auf die Erdmandel – als Genussmittel, als Zutat und als wertvolles Lebensmittel im Alltag. In vielen Regionen Afrikas gehört die Tigernuss seit Jahrhunderten zu den traditionellen Kulturen. Auch in Europa kannte man die aromatischen Knollen schon im Mittelalter: geröstet, pur oder als Getränk aufgebrüht – ähnlich der Zichorienwurzel.

Botanik & Anbau

Beheimatet in Niger

Bereits im Altertum vertrauten die Ägypter auf die Erdmandel – als Genussmittel, als Zutat und als wertvolles Lebensmittel im Alltag. In vielen Regionen Afrikas gehört die Tigernuss seit Jahrhunderten zu den traditionellen Kulturen. Auch in Europa kannte man die aromatischen Knollen schon im Mittelalter: geröstet, pur oder als Getränk aufgebrüht – ähnlich der Zichorienwurzel.

Drei Bilder zu Erdmandeln, von der Rohware über den Anbau bis zur Verwendung in einem Rezept
Ernte & Verarbeitung

Kleine Knolle ganz groß

Die Gräser wachsen von Ende Juni bis Oktober und trocknen dann auf dem Feld. Wenn die Pflanze vollständig eingetrocknet ist, wird sie geerntet:

1. Zunächst erfolgt das maschinelle Entfernen des oberirdischen Blattwerks.

2. Dann wird die obere Bodenschicht von der Erntemaschine abgehoben, über ein Sieb befördert und die Erde abgesiebt, so dass die Knollen der Erdmandel übrigbleiben.

3. Die Erdmandeln werden getrocknet geerntet und dann gereinigt. Wenn das Produkt dann in Europa ankommt, wird es pasteurisiert. Anschließend werden die Knollen geröstet und schonend vermahlen.

Die Erdmandeln für Rapunzel werden nicht geschält. Denn in der Schale sitzen jede Menge Ballaststoffe.

Feld mit Erdmandeln Die Erdmandelpflanze erreicht eine Höhe von rund 60 cm und bildet unterirdisch feine Ausläufer.
Zubereitung & Verwendung

Erdmandeln sind überraschend vielseitig

Das ballaststoffreiche Erdmandelmehl zeigt seine Stärke in vielen Rezepten:

  • ideal für das Backen ohne oder mit weniger Getreidemehl, auch für die glutenfreie Küche

  • als Zugabe im Porridge und Müsli

  • als natürliche Süße, Rezepte können mit weniger oder ganz ohne Zucker zubereitet werden 

  • als Basis für Shakes, Smoothies und als traditioneller, kaffeeähnlicher Erdmandeldrink, die „Horchata" 

  • als Zutat für Energiekugeln

Fruchtkugeln aus Erdmandeln auf einem Teller, daneben die Zutaten Mango und Cashewkerne.
Neun Fruchtkugeln auf einem Teller, daneben Cranberries, Kakaopulver und ein Geschirrtuch.
Ernährungsphysiologie

Ballaststoffreich & für basenbetonte Rezepte

Erdmandeln zeichnen sich durch ihren hohen Ballaststoffgehalt aus. Besonders beliebt sind sie auch in der basenbetonten Küche. Aufgrund ihres köstlichen, mild nussigen Geschmacks sind sie zudem ein perfekter Nuss-Ersatz für Allergiker. 

Großes Stück Erdnuss-Protein-Riegel auf einem Brett, einzelne Riegel sind schon abgeschnitten.