Mitarbeiterin mit Haarnetz vor einer Nussmus-Anlage, davor ein fertig abgefülltes Glas ohne Etikett

Nussmuse & Brotaufstriche:
Eigene Herstellung im Allgäu

Herstellerportrait: Nussmuse

Nussmuse und Brotaufstriche gehören seit den Anfängen zu Rapunzel. Seit 1974 stellen wir Nussmus selbst her – zunächst in Handarbeit, heute mit moderner Technik und viel Erfahrung. Am Firmensitz in Legau im Allgäu werden die Nüsse geröstet, sorgfältig vermahlen und direkt vor Ort abgefüllt. Dabei bleibt die gesamte Herstellung in unserer Hand: von der Auswahl der Rohwaren über die Verarbeitung bis zum fertigen Glas.

Herkunft

Bio-Nüsse und Saaten aus aller Welt

Für alle Nussmuse und Brotaufstriche verwenden wir ausgewählte Bio-Nüsse und Saaten – darunter Mandeln, Haselnüsse, Cashews, Erdnüsse und Sesam. Die Rohwaren stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und kommen aus verschiedenen Regionen der Welt. Viele unserer Lieferanten begleiten uns bereits seit vielen Jahren. Mit zahlreichen Partnern verbindet uns zudem die Zusammenarbeit im HAND IN HAND-Programm. So treffen hochwertige Bio-Rohwaren auf langjährige Erfahrung und faire Partnerschaften.

Nussmus mit Geschichte

Vom Backblech zur eigenen Herstellung

Die Erfolgsgeschichte des Rapunzel Nussmus begann in einer kleinen Küche. Die Rapunzel Gründer Jennifer Vermeulen und Joseph Wilhelm stellten dort die ersten Bio-Nussmuse in Handarbeit selbst her. Die Nüsse – darunter Haselnüsse, Mandeln, Cashews oder Erdnüsse – wurden zunächst auf einem Backblech im Ofen geröstet.  Da die Nüsse dabei leicht anbrennen konnten, war Erfindergeist gefragt: Eine alte Waschmaschinentrommel wurde zum Nussröster umfunktioniert, die Wärme kam von einer Gasflamme. Dadurch ließ sich die Röstung deutlich gleichmäßiger gestalten.

Für die weitere Verarbeitung kam eine gebrauchte Marzipanwalze zum Einsatz. Die gerösteten Nüsse wurden mehrfach durch die Walze gegeben, bis ein feines, streichzartes Mus entstand. Die ersten Gläser Mandelmus, Cashewmus, Erdnussmus und Haselnussmus wurden anschließend von Hand abgefüllt, gewogen, verschlossen und etikettiert.

Anfangs kam das Nussmus auch in großen Eimern in die Bio-Läden, die Ladner füllten diese dann in Gläser. Heute werden die Nussmuse in Legau mit moderner Technik hergestellt und abgefüllt. Die Grundidee ist jedoch geblieben: Bio-Nüsse sorgfältig verarbeiten und daraus ein pures Mus herstellen.

Herstellung

So kommt Nuss-Genuss ins Glas

In unserer hauseigenen Produktion im Allgäu werden Bio-Nüsse Schritt für Schritt zu aromatischem Nussmus verarbeitet. Die sorgfältig sortierten Nüsse rösten zunächst im Infrarotröster. So kommt das typische Aroma der jeweiligen Nuss zur Geltung. Anschließend werden die gerösteten Nüsse fein vermahlen.

Dabei tritt das natürliche Öl der Nüsse aus und verbindet sich mit den festen Bestandteilen. So entsteht bei unseren reinen Nuss- und Saatenmusen die typische fein-cremige Konsistenz, ganz ohne Zusätze - der Inhalt besteht zu 100 Prozent aus der jeweiligen Nuss oder Saat.

Mitarbeiter der Qualitätssicherung überprüft die Qualität der Haselnüsse im Labor.

Die Nüsse stammen ausschließlich von langjährigen Partnern oder eigenen Rapunzel Anbauprojekten. Nach Anlieferung prüft die Qualitätssicherung jede Charge sensorisch, physikalisch und mikrobiologisch. Unabhängige Labore testen auf Rückstände wie Pestizide oder Aflatoxine.

Blick auf lichtdurchflutete Haselnüsse im Inneren des Infrarotrösters.

Im Infrarotröster werden die Nüsse von innen heraus erwärmt, ohne sie von außen übermäßig zu rösten. Dieses Verfahren ist gleichmässig und schonend, so dass die Nüsse nicht beschädigt werden und ihren verführerischen Duft sowie die für die jeweilige Nuss typischen Aromaeigenschaften behalten.

Mitarbeiter entnimmt Haselnüsse aus einem Big Bag mit einem Schäufelchen, um die Qualität zu überprüfen.

Die gerösteten Haselnüsse werden vor der Weiterverarbeitung zum Mus nochmals überprüft.

Vollautomatischer Roboter stapelt leere Gläser für die Nussmusabfüllung.

Beschreibung: Automatisierte Abfüllung: Ein vollautomatischer Roboter setzt die einzelnen Gläser für die Nussmusabfüllung aufs Band. Vor der Befüllung werden sie nochmals mit Luft gereinigt. 

Mitarbeiter kontrolliert die Einstellungen an der Musanlage.

Nach dem Rösten kommen die Nüsse in zunächst in die Steinmühle, wo sie zu feinem, streichfähigem Mus vermahlen werden. Dabei tritt das natürliche Öl der Nüsse aus, dass sich mit dem Mus verbindet und für eine herrlich cremige Konsistenz sorgt. In der Abfüllung fließt das fertige Nussmus über moderne Kolbenabfüller in die Gläser. Jedes Glas passiert Metalldetektoren, Kontrollwaagen und einen Vakuumsensor. Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Glas am Etikettierer das Rapunzel Etikett.

Drei Mitarbeitende halten ein Glas Mandelmus.

Geschulte MitarbeiterInnen begleiten jeden Produktionsschritt und stellen sicher, dass nur einwandfreie Nussmuse und Aufstriche in den Handel gelangen. So verbindet die Nussmus-Herstellung bei Rapunzel langjährige Erfahrung mit moderner Produktionstechnik.

Offenes Glas Mandelmus von oben mit vollem Löffel, auf dem die Konsistenz des Mandelmuses zu sehen ist.

Fertig ist das wunderbar cremige Mandelmus – Genuss pur!

Je nach Rohware und Lagerdauer kann sich das natürliche Öl im Glas absetzen – ein ganz normaler Qualitätsbeweis, denn unsere Nussmuse kommen ohne Emulgatoren aus. Einfach das Mus gründlich durchrühren, dann wird es wieder wunderbar cremig. Besonders einfach gelingt das mit einem Knethaken. Wie das funktioniert, zeigen wir dir in diesem Video:

Vom klassischen Nussmus bis zum süßen Brotaufstrich

Aus den ersten Sorten wie Mandelmus, Erdnussmus und Tahin ist über die Jahre ein vielfältiges Sortiment für Genießer entstanden. Heute gibt es Nussmuse aus verschiedenen Nüssen und Saaten, pur oder mit knusprigen Nussstückchen. Nussmus lässt sich nicht nur aufs Brot streichen. Es passt ins Müsli, in Saucen und Dressings sowie zum Backen und Verfeinern von Speisen. Auch süße Brotaufstriche gehören zum Sortiment. Für Produkte wie Samba oder Tiger-Creme wird Nussmus mit weiteren Zutaten wie Kakao, Milchpulver oder Rohrzucker kombiniert. So entstehen unterschiedliche Rezepturen und Geschmacksrichtungen – vom klassischen Nussmus bis zum süßen Brotaufstrich.