
Indigene Tradition
aus Kolumbien
ANEI - BIO-KAFFEE AUS DER SIERRA NEVADA DE SANTA MARTA
ANEI ist eine Kooperative aus dem Norden Kolumbiens – aus der Bergregion der Sierra Nevada de Santa Marta. Hier verbinden sich indigene Tradition, gemeinschaftliche Organisation und professioneller Kaffeeanbau. Die Zusammenarbeit mit Rapunzel ist in den letzten Jahren gewachsen und wird im Rahmen der HAND IN HAND‑Partnerschaft weiterentwickelt. Denn: Herkunft wird hier greifbar: von Höhenlagen, Anbaumethoden und Verarbeitung bis zu den Menschen hinter dem Kaffee.


Wo unsere Rohstoffe wachsen
Bio-Anbau im Norden Kolumbiens
Rund um Valledupar liegen Anbauflächen in Höhenlagen um etwa 1.600 Meter. Kühle Nächte und sonnige Tage prägen die Reifezeit der Kaffeekirschen – ein Faktor, der in vielen Hochlandregionen für differenzierte Aromaprofile geschätzt wird.
Anbau, Verarbeitung & Zusammenarbeit
Verwurzelt in Kultur – klar in den Prozessen
Vor Ort zeigt sich ANEI als Kooperative, die von indigener Kultur geprägt ist: Kleidung, Rituale und gelebte Tradition gehören zum Alltag. Gleichzeitig ist die Organisation modern aufgestellt – mit klaren Abläufen, Schulungen und dokumentierten Prozessen. Im Anbau setzt ANEI auf Agroforst‑Strukturen: Schattenbäume, Vielfalt auf der Fläche und Pflege der Böden gehören zum System. So entsteht ein Anbau, der nicht auf Monokultur ausgerichtet ist, sondern auf ein stabil angelegtes Zusammenspiel mehrerer Pflanzen und Bewirtschaftungsformen.


Herkunft, Rohstoff & Partnerschaft
Agroforst statt Monokulturen
„Als HAND IN HAND-Partner sind wir und Rapunzel ein Team“, fasst Samia Chibani, Leiterin von CCF, den bio-fairen Handel mit dem Naturkosthersteller zusammen. Die Dattelhaine auch für die kommenden Generationen zu pflegen, lohnt sich für die Bauern; und Frauen ohne anderweitige Beschäftigungschance erhalten bei CCF eine feste und sozialversicherte Arbeit.
Und so sind die ökologisch angebauten und fair gehandelten Datteln eben mehr als nur süße Früchte für Genießer auf der anderen Seite des Mittelmeers.

Fairer Handel in der Praxis: Spielraum für Entwicklung
Partnerschaftlicher Handel mit Kaffee schafft Chancen über die Ernte hinaus. In Kooperativen bedeutet das: verlässlichere Planung, mehr Mitbestimmung und Projekte, die Mitglieder gemeinsam priorisieren. Bei ANEI fließen Mittel in Alltagsnähe: Weiterbildung, Organisation, Infrastruktur sowie Angebote, die Familien spürbar entlasten. So wird Handel zur Zusammenarbeit mit Kontinuität – entscheidend in Kolumbiens Bergen: langfristiges Engagement statt einzelner Projekte. Das schafft Verlässlichkeit für Erzeuger und Region.
Frauen stärken, Kultur bewahren
In den indigen geprägten Regionen der Sierra Nevada ist Kultur Teil des Alltags – und der Arbeit der Kooperative. Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: in Familien, Gemeinschaften und im Kaffeeanbau. ANEI stärkt sie mit Qualifizierung, Austausch und Beteiligung – durch Trainings, verantwortungsvolle Aufgaben und Initiativen, die ihre Arbeit sichtbar machen. Zugleich hält kulturelle Selbstbestimmung Sprache, Werte und Wissen lebendig. So treffen Tradition und Organisation zusammen: verwurzelt in der Kultur, klar in den Strukturen.
