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Spendenaktionen für Erdbebenopfer in Italien


Rapunzel Auszubildende und Mitarbeitende unterstützen Partner

Gemeinsam für EINE WELT: Die Rapunzel Auszubildenden sammelten bei einer Tombola Geld für die Opfer der Erbeben in Mittelitalien.

Peppino Paolini: langjähriger Rapunzel Partner in Italien, der mit einer Schokoladen-Spende die Herzen der Erdbeben-Opfer erwärmte - und Bürgermeister Mauro Falcucci auch mit dem Rapunzel Bus eine kleine Freude bereitete.
[05/17] Schwere Erdbeben erschütterten im Spätsommer und Herbst 2016 Mittelitalien - Nachrichten, die Rapunzel damals sehr bewegten. Denn wir sind über langjährige und freundschaftliche Lieferantenbeziehungen eng verbunden mit dieser Region und den Menschen dort. Da war schnell klar: Wir wollen helfen - und haben dies auch getan: mit einer Geldspende für die materielle Not sowie einer Schokoladen-Spende für die Herzen.

1.000 Euro Soforthilfe

Dahinter steht das Engagement von Rapunzel Mitarbeitenden: Die Auszubildenden des Bio-Pioniers sammelten bei einer Tombola allein 440 Euro. Zusätzlich spendeten viele Mitarbeitende für Wohnwagen als Hilfsunterkünfte, die vom Allgäu direkt in die betroffenen Gebiete gebracht wurden. Insgesamt kamen schließlich 1.000 Euro Soforthilfe zusammen.

Vielen Dank an die Rapunzel Auszubildenden und alle anderen, die gespendet haben!

Einige Zeit nachdem das Schlimmste längst überstanden ist und teils wieder etwas Normalität einkehrte, hat uns nun eine berührende Rückmeldung zu der Hilfsaktion aus der Weihnachtszeit erhalten: Ein Brief aus Italien mit direkten Eindrücken von Peppino Paolini über seine Begegnungen in dem völlig zerstörten Dorf Castelsantangelo sul Nera (siehe weiter unten auf dieser Seite).

Hintergrund: Peppino vertritt Rapunzel in Italien im Außendienst, ist Mitbegründer der Kooperative unseres Pasta-Herstellers und außerdem Bürgermeister von Isola del Piano. Aus der langjährigen Partnerschaft mit unserem Pasta-Lieferanten und der Zusammenarbeit mit Peppino ist sogar ein Gemeindebündnis entstanden, der Freundeskreis „Isola del Piano-Markt Legau“.

Peppino Paolinis Brief in Auszügen:


„Am 24. August 2016 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,0 den Nationalpark Monti Sibillini in Mittelitalien. Das Ausmaß der Katastrophe war sofort sichtbar: Verschiedene Orte, darunter Castelsantangelo sul Nera, waren stark beschädigt worden. Einige Tage danach, an denen noch verschiedene Nachbeben zu spüren waren, schien wieder Ruhe eingekehrt zu sein. Aber am 30. Oktober 2016 kam es um 07.40 Uhr zu einem Erdstoß der Stärke 6,8, der in weiten Teilen der italienischen Halbinsel, in Österreich (in der Region Salzburg und in Kärnten) und an den Küsten des Balkans zu spüren war. Es war der stärkste Erdstoß in Italien seit dem Irpinia-Erdbeben im Jahr 1980. Das Erdbeben hatte seinen Ursprung in 10 Kilometern Tiefe mit dem Epizentrum in den Orten Norcia, Preci und Castelsantangelo sul Nera. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, aber es gab keine Todesopfer. Anschließend kam es zu weiteren Nachbeben mit einer Stärke von 3,5 bis 4,8. Castelsantangelo sul Nera wurde völlig zerstört, 60 % der Gebäude waren eingestürzt, die restlichen Häuser unbewohnbar.
Was passiert, wenn ein Dorf nicht mehr da ist? Was passiert, wenn keine Menschen, keine Pflanzen, keine Erde mehr auf dich warten? Als ich in Richtung Castelsantangelo fuhr, um meinen Freund, den Bürgermeister Mauro Falcucci, zu treffen, gingen mir diese Dinge durch den Kopf. Wir wollten uns treffen, weil die Gemeinden Monte Porzio und Isola del Piano eine Veranstaltung unter dem Motto „Ein Herz aus Schokolade für ein Weihnachtsfest der Solidarität“ organisiert hatten. Die Firma Rapunzel leistete einen großartigen Beitrag mit einer kostenlosen Lieferung Schokolade, die in diesem Fall wirklich „fair und solidarisch“, ja noch viel mehr war, es war auch eine Schokolade der Hoffnung!

Bei meiner Ankunft verspürte ich einen heftigen Schmerz in meinem Herzen: ein völlig zerstörtes Dorf, ein Ort von 600 Einwohnern (wie Isola del Piano), vollkommen verlassen. Zurückgeblieben waren nur sechs Viehzüchter, der Bürgermeister und ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die in ebenso vielen Wohnwagen lebten. Der Bürgermeister erzählte uns von seinen Ängsten und dem Gefühl des Entsetzens, das man verspürt, wenn keine Dorfbewohner mehr da sind, die mehr als nur Bürger, nämlich Freunde sind.

Der Ort Castelsantangelo sul Nera wurde durch das Erdbeben stark beschädigt
Wir überreichten dem Bürgermeister 1.000 Euro und einige Kartons Schokolade von Rapunzel (wobei uns bewusst war, dass diese nur ein Tropfen auf den heißen Stein waren). Beim Abschied sagte er: „Nun, da ihr am eigenen Leib erfahren habt, was es bedeutet, einen völlig zerstörten und verlassenen Ort vor sich zu haben, weil die Menschen gezwungen waren, wegzuziehen, nun, da ich auf euren Gesichtern tiefe Betroffenheit und aufrichtiges Entsetzen gesehen habe, danke ich euch, dass ihr Castelsantangelo sul Nera besucht habt. Ich danke euch für eure konkrete und großzügige Geste der Nähe und Solidarität.“ Dann aß er ein Stück Schokolade und rief „Oh, die ist aber gut.“ Er reichte die Schokolade weiter und fügte hinzu: „Peppino, danke auch Rapunzel“, worauf ich antwortete, „Wird gemacht, großer Mauro“.
Jedes Essen zählt!

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