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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU GETREIDE & GETREIDEPULVER
Bei Bio-Getreideprodukten sind trotz intensivem Arbeitseinsatz beim Anbau und intensiven Reinigungsmaßnahmen die Anwesenheit von Fremdsamen nicht vollständig auszuschließen, ebenso Produkte mit optischen Abweichungen.
Die Farbe eines Korns oder einer Saat bei Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten variiert durch viele Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Klima und Witterung von Ernte zu Ernte. Da wir mit vielen Kleinbauern verschiedener Anbaugebiete zusammenarbeiten, sind die Produkte unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt, die zu natürlichen farblichen Schwankungen führen. Durch extreme Witterungsbedingungen kann es zu so starken optischen Veränderungen kommen, dass es nicht mehr möglich ist, Körner und Saaten mit einem vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand auszusortieren. Da wir auf eine langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Kleinbauern wert legen, kaufen wir jedoch auch in schwierigen Jahren die Ernte auf und versuchen diese bestmöglich zu verwenden. Im Biobereich werden keine Herbizide eingesetzt. So sind in manchen Fällen auch Unkrautsamen mit gleichem Gewichts oder gleicher Größe nur sehr schwierig aus dem Produkt zu entfernen.
Selbstverständlich werden diese Produkte von uns besonders intensiv kontrolliert und werden nur gehandelt, wenn es sich um ein rein optisches Problem handelt, ohne Einschränkung bezüglich der geschmacklichen und ernährungsphysiologischen Qualität.
Wir versuchen unsere Möglichkeiten der mechanischen Reinigung weiter verbessern, was jedoch teilweise wegen physikalischer Grenzen (Bsp. 0,5mm großes Amaranth) sehr schwierig ist.
Nackthafer ist eine spelzenfreie Züchtung des Hafers, der die wertvollen Inhaltsstoffe des ursprünglichen Hafers enthält und ebenso mild im Geschmack ist.
Kamut ist eine Urform des heutigen Hartweizens. Vermutlich stammt er ursprünglich aus dem "fruchtbaren Halbmond", dem Land zwischen Ägypten, Euphrat und Tigris. Lange in Vergessenheit geraten, wurde er ähnlich wie Dinkel, in neuester Zeit "wiederentdeckt".
Kamut ist ein (Ur-)Getreide, das weder durch Züchtung noch Kreuzung mit anderem Getreide verändert wurde. Er hat einen vollen, leicht nussigen Geschmack.
Kamut Urweizen lässt sich für vielerlei süße und herzhafte Getreidegerichte wie Brot, Gebäck, Kuchen und Nudeln verwenden. Aufgrund seines hohen Gehalts an Protein und Kleber-Eiweiß (das wichtig für die Backfähigkeit ist) lassen sich aus Kamut hervorragend eifreie Nudeln, Kuchen und auch Brot backen. Ein Vollkornbrot aus Kamut hat eine saftige Krume, hält lange frisch und ist überraschend hell in der Farbe.
Boulgour wird aus Hartweizen hergestellt. Die Körner werden zur Feuchtigkeitsaufnahme eingeweicht, danach teilweise geschält und in Wasserdampf vorgekocht. Die Körner werden getrocknet und gebrochen, wodurch die unregelmäßigen, kleineren Boulgourkörner entstehen. Boulgour ist vielseitig verwendbar und eignet sich für alle Gerichte anstelle von Reis, Hirse und anderen Getreidesorten. Als Bratlinge, im Auflauf oder einfach in Gemüsebrühe gekocht. Grundrezept Zubereitung: 250 g Boulgour mit ca. 375 ml Wasser zum Kochen bringen und ca. 15 Min. köcheln lassen.
Cous-Cous hat seinen Ursprung im vorderen Orient und Nordafrika. Zur Herstellung wird Hartweizengrieß vorgegart, zu kleinen Kügelchen gepresst und anschließend getrocknet.
Cous-Cous ist ebenso vielseitig verwendbar wie Boulgour. Die ideale und auch traditionelle Ergänzung zu Cous-Cous sind Kichererbsen. Er ist eine beliebte Beilage und wird gerne zu orientalischen Gerichten, pikanten Saucen oder kalt als Salat serviert. Grundrezept Zubereitung: 250 g Cous-Cous mit ca. 375 ml Milch oder Wasser zum Kochen bringen, von der Herdplatte nehmen und 10 Min. quellen lassen.
Gluten ist ein bestimmtes Eiweiß der Getreidekörner von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer, das sich in seiner Struktur nur geringfügig voneinander unterscheiden. Für die Backeigenschaften eines Mehls ist der Glutenanteil von entscheidender Bedeutung. Das Gluteneiweiß bindet, wenn es feucht wird, bis zum Dreifachen seines Gewichtes an Wasser. Dabei entwickelt es gummiähnliche, elastische Eigenschaften. Wie ein Skelett durchziehen die Glutenfäden den Brotteig und sorgen dafür, dass sich ein feinporiger, lockerer Teig bildet, der beim Backen nicht zu einem Fladen auseinanderläuft. Das quantitativ und qualitativ hochwertigste Gluten liefert Weizen, dem es auch seine hervorragenden Backeigenschaften zu verdanken hat
Manche Menschen reagieren aufgrund einer Stoffwechselerkrankung auf diesen Eiweißstoff allergisch. Bei Sprue oder Zöliakie, so die medizinischen Bezeichnungen für diese Unverträglichkeit, bleibt eine lebenslange Gluten-Unverträglichkeit bestehen. Zöliakie und Sprue sind chronische Erkrankungen des Dünndarms, die sich im Kindesalter manifestieren oder erst im Erwachsenenalter auftreten. Da der Organismus eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten aufweist, sollten sich Betroffene glutenfrei ernähren.
Glutenfrei in unverarbeitetem Zustand sind folgende Getreidesorten: Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa
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