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HAND IN HAND - Anapqui


Auf einer Höhe von über 3500 m baut die Kleinbauernkooperative ANAPQUI (Asociación Nacional de Productores de Quinua) Quinoa für RAPUNZEL an. Felicidad Gonzales ist Bäuerin und Mitglied der Kooperative. „Es ist schon erfreulich, wie sich der Quinoa-Anbau in den letzten Jahren entwickelt hat. Letztendlich haben wir das dem Bio-Anbau und dem Fairen Handel zu verdanken. Viele Familien sind auf Grund der guten Perspektiven, die der Quinoa-Anbau heute bietet, wieder hierher zurückgekommen“, berichtet die Bäuerin.

Zusätzlich zum höheren Preis für ökologischen Quinoa (im Vergleich zu konventionellem Quinoa), zahlt ANAPQUI am Jahresende eine Dividende anteilsmäßig an die Mitglieder aus. „Der traditionelle, ökologische Quinoa-Anbau erfordert viel Handarbeit. Zur Feldvorbereitung reißen wir zuerst die Büsche und Gräser mit der Wurzel aus und lassen dann alles ein Jahr lang liegen, damit sich das organische Material zersetzt. Im folgenden Jahr säen wir dann Quinoa sofort nach den ersten Regenfällen. Da wir ausschließlich in den höher gelegenen Gebieten an den Hängen Quinoa anbauen, erfolgt die Bodenvorbereitung, das Dreschen und Ventilieren mit der Hand. Danach transportieren wir die Quinoa mit Eseln bis zur nächsten Straße“, erzählt Felicidad Gonzales.

In der Hochebene werden neben Quinoa Kartoffeln und Bohnen zur Selbstversorgung auf traditionelle Art angebaut und fast alle Bauern haben Vieh, meist Lamas. Aufgrund der Arbeits- und Zeitintensität des manuellen Quinoa-Anbaus breitet sich der intensive Quinoa-Anbau zunehmend aus. Dabei wird der Boden mit Traktoren gepflügt, wodurch die natürliche Vegetation vernichtet wird. Auch nach mehrjähriger Bracheperiode regeneriert sich die Bodenbedeckung kaum. Deshalb fördert RAPUNZEL mit Geldern des HAND IN HAND-Fonds die Wiederbewaldung des Hochlandes mit Busch- und Strauchvegetation und die Entwicklung alternativer, nachhaltiger Anbauformen (2006 und 2008 mit insgesamt 9.000 €).

"Das Korn der Inka"

Quinoa hat schon seit vielen Jahrtausenden eine große Bedeutung als Nahrungsmittel für die Ur einwohner der Andenländer. Die Pflanze ist ein einjähriges, 0,5 –2 m hohes, sehr widerstandsfähiges Kraut, das auch auf sehr kargem und salzigem Boden unter extremen Bedingungen gedeiht. Der bemerkenswerte Eiweißgehalt von rund 15 % sowie die hohen Anteile an Eisen, Magnesium, Zink, Calcium und Vitamin E machen Quinoa zu einem sehr hochwertigen Nahrungsmittel, das ausgezeichnet zu einer vollwertigen Ernährung beiträgt und in der Küche vielseitig einsetzbar ist.


Quinoa HIH

Schon probiert? Quinoaeintopf mit Hülsenfrüchten


Trennung von Spreu und Quinoa-Korn
Trennung von Spreu und Quinoa-Korn


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