EN  |  FR  |  IT

Fördern, wo staatliche Hilfen kaum ankommen


Der HAND IN HAND-Fonds unterstützt 2020 weltweit fast 40 öko-soziale Projekte

Der HAND IN HAND-Fonds – eine Gemeinschafts­initiative von Rapunzel Naturkost und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) – fördert im globalen Süden Projekte von Menschen an der Basis, bei denen staatliche Hilfen kaum ankommen. Auch 2020 waren zukunftsfähige Landwirtschaft und Wasser­management besonders häufig wieder­kehrende Themen. Aber auch einige Solarprojekte und viele andere Projekte mit ökologischer und sozialer Ausrichtung unterstützte der HAND IN HAND-Fonds in diesem Jahr. Zusätzlich leistete der Fonds für einige bewährte Partner eine Corona-Nothilfe für Sofortmaßnahmen.

2020 konnten Rapunzel und die DUH über den HAND IN HAND-Fonds 39 Projekte in Afrika, Lateinamerika und Asien mit insgesamt 170.000 Euro fördern. Die Projekte verbindet, dass sie über das unmittelbare Ziel hinaus Umweltgerechtigkeit verbessern und die Selbstverantwortung ziviler Gesellschaften stärken.

Der HAND IN HAND-Fonds besteht seit 1998 als Gemeinschaftsinitiative von Rapunzel Naturkost und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Er entwickelte sich aus dem Fairhandels-Programm HAND IN HAND des Naturkostpioniers, der bis heute den Großteil der Geldmittel zur Verfügung stellt. Inzwischen kann der HAND IN HAND-Fonds auf über 20 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblicken. Seit Bestehen des Fonds flossen über 1,9 Millionen Euro in 428 Projekte in 64 Ländern.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.

Sozialen Fortschritt, ökologische Lösungen und wirtschaftliche Perspektiven verbinden


Vivamos Mejor Guatemala
Bio-kultureller Korridor in der Vulkankette am Atitlán-See, Guatemala
Bio-kultureller Korridor in der Vulkankette am Atitlán-See, Guatemala
© Vivamos Mejor Guatemala
Bio-kultureller Korridor in der Vulkankette am Atitlán-See, Guatemala
Am Atitlán-See in Guatemala nimmt ein Projekt des Global Nature Fund (GNF) den Waldschutz und die Verbesserung der Lebensbedingungen indigener Gemeinden in den Blick. Das Projekt stützt sich auf drei Säulen der Nachhaltigkeit. Zu den Maßnahmen gehört es erstens, verschiedene Stakeholder zu Biodiversität und Klimawandel zu bilden und zu schulen. Zweitens erhalten die Anwohner dank Waldschutz und Wiederaufforstung wichtige Ökosystemleistungen. Schließlich zielt das Projekt darauf, die ökonomische Situation der indigenen Gemeinden zu verbessern – indem traditionelle Anbausysteme gefördert und verbessert und alternative Einkommensquellen geschaffen werden.

Der HAND IN HAND-Fonds steuert dem Projekt 5.000 Euro bei für Bildungsmaßnahmen, energieeffiziente Öfen und Baumsetzlinge.

Annika Hertel / Life-Giving Forest e.V.
Inklusion, Aufforstung und Bio-Anbau gehören zu den Grundlagen der Genossenschaft HIDEPAC
Inklusion, Aufforstung und Bio-Anbau gehören zu den Grundlagen der Genossenschaft HIDEPAC
© Annika Hertel / Life-Giving Forest e.V.
Inklusion, Aufforstung und Bio-Anbau gehören zu den Grundlagen der Genossenschaft HIDEPAC
Menschen mit Behinderung aus der Gemeinde Hindang haben 2017 mit Unterstützung von Life Giving Forest e.V. ein Gemeinschaftsunternehmen (HIPEDAC) in der ökologischen Landwirtschaft gegründet. Ihr Weg um aus Armut auszubrechen, die speziell für Menschen mit Behinderung auf den Philippinen besonders herausfordernd ist. Es geht dabei aber auch um den Aufbau von Selbst­vertrauen und um ein zukunftsfähiges Miteinander von Mensch und Umwelt. Denn durch die vergangene Abholzung der philippinischen Regenwälder enthalten die Böden kaum noch Nährstoffe und Naturkatastrophen haben verheerendere Auswirkungen. Die Genossenschaft HIPEDAC steuert dem mit Aufforstung und Bio-Anbau entgegen.

Für die Weiterbildung im Ökolandbau und die Anlage behindertengerechter Zugangswege auf der Farm Hindang unterstützte der HAND IN HAND-Fonds die Genossenschaft mit 5.000 Euro.

Wunschträume e.V.
Burkina Faso: Ein Brunnen erlaubt einer Frauengruppe den Anbau von Gemüse
Burkina Faso: Ein Brunnen erlaubt einer Frauengruppe den Anbau von Gemüse
© Wunschträume e.V.
Burkina Faso: Ein Brunnen erlaubt einer Frauengruppe den Anbau von Gemüse
Wunschträume Netzwerk für Mädchen- und Frauenprojekte e.V. unterstützt eine Frauengruppe in Burkina Faso. Rund 60 Frauen bauen auf 1 Hektar Land Gemüse an. Die Erträge verkaufen sie, um so ein Einkommen zu haben, was die wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Position der Frauen verbessert. Seit 2018 gibt es auf dem Gelände einen Brunnen mit Handpumpe für die Bewässerung. Um höhere Ernteerträge zu erzielen, errichtet die Frauen­gruppe mit Wunschträume e.V. einen Wasser­speicher mit Solarpumpe als Ergänzung des bestehenden Brunnens. Die NGO will in der Region weiter aktiv sein. Geplant sind die Ausbildung im Gemüseanbau, in Seifenproduktion, Kauf­männ­ischem und Weben sowie Alphabeti­sierungs­maßnahmen.

Der HAND IN HAND-Fonds förderte den Bau von Wasserspeicher und Solarpumpe mit 5.000 Euro.

Geförderte Projekte 2020


Projekt Land Beschreibung Fördersumme
ECOTOP Bolivien Ausbildungsprogramm für den dynamischen Agroforst in der Region Alto Beni 5.000,– EUR
OTEPIC Kenia Permakultur für Kinder 5.000,– EUR
OTEPIC Kenia Corona-Krisenhilfe für die Mitume-Slums 3.000,– EUR
Weltweit e.V.  Mosambik Erprobung von Strategien gegen Bodenversalzung im Gemüsebau 4.000,– EUR
Life Giving Forest e.V.  Philippinen Weiterbildung Ökolandbau und behindertengerechte Zugangswege, Farm Hindang 5.000,– EUR
Life Giving Forest e.V.  Philippinen Behebung von Sturmschäden, Regenwassersammlung, Baumschule 5.000,– EUR
GWEFODE Uganda Regenwassersammlung, Rubanda 5.000,– EUR
Arbeitskreis Brot für die Welt TIKATO Bio-Gemüseanbau im Dorf Ladiou, Schulungen für Frauen 5.000,– EUR
OroVerde Guatemala Eine App für den Regenwald – Digitalisiertes Monitoring 5.000,– EUR
Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V. (DIZ) Indien Ausbau einer Modellfarm, Unterstützung von Kleinbauern 4.600,– EUR
Moyo Wangu Kenya e.V. Kenia Ausbau des Umweltzentrums, Msumarini 5.000,– EUR
Make Me Smile International Kenia Verbesserung der Gesundheit von HIV-infizierten Kindern durch vertikale Sackgärten 5.000,– EUR
ACOREMA Peru Schutz heimischer Delfine 4.800,– EUR
SAMEoceans gUG Indonesien Kein Plastik Meer! Zero Waste an Schulen 5.000,– EUR
Youth and Women Initiative for Sustainable Development (YWISD) Uganda Wassertanks und -filterung für bessere Hygiene an einer Schule 3.000,– EUR
AMAF-BENIN Benin Schutz für Manatis und Mangroven, Ouémé-Tal 5.000,– EUR
Nueva Florida Bolivien Bau eines Lagers für Bio-Kakaobohnen 5.000,– EUR
Wunschträume Netzwerk für Mädchen - und Frauenprojekte e.V. Burkina Faso Wasserspeicher und Solarpumpe als Ergänzung eines bestehenden Brunnens 5.000,– EUR
LOVE FOR LIFE e.V. Costa Rica Erneuerbare Energie für das indigene Volk der Cabécar 5.000,– EUR
AVEVENA Demokratische Republik Kongo Solaranlage für Entbindungssation 3.700,– EUR
Jawahar Rural People's Development Organisation (JRPDO) Indien Hühnerhaltung und Gesundheitsfürsorge für arme Familien, Tamilnadu 4.900,– EUR
IDEP Foundation Indonesien Waldschutz durch Agroforst auf Gemeindeebene, West-Bali 5.000,– EUR
21 Krumhuk for AgriCulture and Social Development Namibia Erosions- und Wasserverlustverminderung auf Weideland 925,– EUR
Integrated Development for marginalized community (IDMC) Uganda Bienen-Elefanten-Projekt, Kasese 5.000,– EUR
Flüchtlingshilfe Mittelamerika e.V. El Salvador Umweltbildung und Recycling, Mejicanos 4.800,– EUR
Remote Energy Kenia Betreuung von Solarausbilderinnen 5.000,– EUR
Human Rights Disability and Development Organisation HDDO Uganda Schweine und Hasen als Einkommensquelle, Kabale 4.500,– EUR
ASOMUCARE Kolumbien Kleinunternehmertum für Frauen (Bambusverpackungen, Schneiderei, medizinische Öle) 3.000,– EUR
Serendipalm Ghana Corona-Nothilfe für Gemeindemitglieder in Asuom 5.000,– EUR
Initiative for Right View Bangladesch Notfallhilfe Corona und Zyklon Amphan 3.000,– EUR
Elephant-Human Relationship (EHRA) Namibia Nothilfe in der Corona-Krise 3.000,– EUR
Fundación Corcovado Costa Rica Meeresschildkröten als Opfer der Corona-Krise 3.000.– EUR
AWARE Germany e.V. Simbabwe Bildungsprogramm zum Natur- und Artenschutz im Bereich des Chipinge-Reservats 5.000,– EUR
Karuna Deutschland e.V.  Indien Solarthermie und Gemüsegarten für Mädchenheim 4.750,– EUR
Marafiki wa Afrika e.V. Tansania Bau eines Wassertanks in Kagera 5.000,– EUR
Charité Togo e.V. Togo Bau eines Trinkwasserbrunnens in Sandal Kopé 5.000,– EUR
Madamfo Ghana e.V. Ghana Gemeinschaftsimkerei für Apewu 4.750,– EUR
ACDES El Salvador Ökologischer Gemüsenabau und Geflügelhaltung durch Frauen im Nationalpark Montecristo  3.500,– EUR
Global Nature Fund Guatemala Waldschutz und Verbesserung der Lebensbedingungen indigener Gemeinden am Atitlán-See 5.000,– EUR
Cooperativa Manduvirá Ltda Paraguay Wasserversorgung für die Baumschule der Kooperative 5.000,– EUR
Jedes Essen zählt!

DIE Quelle für Veggie-Leben mit Backschule, Videos, Kochstudio, uvm...


Wo gibt´s Rapunzel?

Rapunzel Produkte sind in Bio-Läden, Naturkost-Fachgeschäften, Reform­häusern oder Bio-Super­märkten in ganz Deutschland erhältlich.


Online einkaufen

Kein Bio-Laden in der Nähe? Im Rapunzel Webshop bestellen Sie direkt bei uns.


Rapunzel Naturkost © 2021 • Impressum & DatenschutzSeite drucken