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Ackergifte? Nein Danke!

Ackergifte? Nein Danke ist eine Kampagne des "Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft", das sich aus UnternehmerInnen zusammensetzt, die für 100 % Bio stehen. 

Einige der Bündnispartner zählen zu den Gründermüttern und -vätern der Bio-Bewegung, wie auch Joseph Wilhelm, der Gründer von Rapunzel Naturkost. 

Das Bündnis setzt sich mit der Kampagne für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ein. Damit auch nachfolgende Generationen gesund leben können.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür sehen wir in einer ökonomisch
und sozial verantwortenden Bio-Landwirtschaft. 


Bio-Landwirtschaft fördert:
  • den Lebensraum von Tieren,
  • humusreiche und somit gesunde Böden, die das Bodenleben erhalten,
  • die Verhinderung von Giften in Böden, Trinkwasser, Atemluft und Lebensmitteln,
  • die Vermehrung der Pflanzenvielfalt,
  • faire Wertschöpfungsketten, in der Bio-Bäuerinnen und -Bauern ein, auskömmliches Leben haben, 
  • eine Unabhängigkeit von der globalen Agrarindustrie,
  • die in einem breiten gesellschaftlichen Konsens wurzelt.

100 % »Bio« ist möglich. Gesunde Böden und artenreiche Feld­gemein­schaften sichern die Zukunft.

Ackergifte betreffen uns alle!

Unabhängige Studien zu Pestiziden

Glyphosat im Urin: Die Urinale


Von Oktober 2015 bis Januar 2016 hat die Bürgerinitiative Landwende eine »Urinale« durchgeführt. Dabei haben insgesamt 2011 Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland ihren Urin auf Glyphosat untersuchen lassen. Diese weltweit größte Daten­sammlung zur Glyphosat­belastung der Bevölkerung war vollständig privat finanziert worden.

In 2001 von 2009 verwendbaren Proben war Glyphosat nach­weisbar – das sind 99,6 Prozent. Lediglich 8 Proben – also 0,4 Prozent – lagen unter der Nachweisgrenze des angewendeten Testverfahrens. Bei 79 Prozent der Proben lag die Belastung 5- bis 42-fach höher als der Rückstandshöchstwert für Pestizide in Trinkwasser – dieser beträgt 0,1 Nanogramm pro Milliliter. Die Urinproben von Kindern und Jugendlichen wiesen die höchsten Messwerte auf.

Rund die Hälfte der Teilnehmenden verzehrten vorwiegend Lebensmittel aus ökologischem Landbau. Doch ihre Glyphosatwerte lagen nur wenig niedriger als diejenigen von Menschen, die sich konventionell ernährten – gleich, ob sie auf dem Land oder in der Stadt lebten.

Wie ist das möglich? Am Essen kann es nicht liegen, denn Bio-Produkte werden streng auf Rückstände kontrolliert. Kann es sein, dass sich Glyphosat – anders, als es die Industrie behauptet –, auf dem Luftweg bis in die Städte hinein verbreitet?

 

Ackergifte in Bäumen: Die Baumrindenstudie

 

Bäume lüge nicht! Das unabhängige Institut TIEM Integrierte Umweltüberwachung untersuchte 2018 im Auftrag des Bündnisses für enkeltaugliche Landwirtschaft Baumrinden auf ihre Belastung durch Ackergifte.

Unter den 47 Standorten in Deutschland waren Schutzgebiete, Bio-Anbauregionen und Innenstädte. In den Proben fanden sich über 100 Wirkstoffe, die über die Luft in die Rinde gelangt sein mussten; über ein Dutzend kamen sehr häufig vor. Die Wirkstoffe Pendimethalin und Prosulfocarb, die leicht verdunsten, gehören dazu.

Doch auch Glyphosat, ein Feststoff, der sich laut Zulassungsbehörden nicht über die Luft verbreiten dürfte, ist unter den ersten fünf – ein neues und beunruhigendes Ergebnis!
 

Rapunzel als Teil des Büdnisses: Das ist unsere Motivation


"Wir haben nur diese eine Welt: Das bedeutet höchste Verantwortung, die Erde so zu bewirtschaften, dass sie auch für nachfolgende Generationen lebenswert erhalten bleibt.

Diesem Auftrag fühlen wir uns bei Rapunzel schon immer verpflichtet. Und daraus leitet sich ab, dass wir Flagge zeigen müssen, um dem Verlust der Artenvielfalt insbesondere bei Insekten, durch den Einsatz von Herbiziden und Insektiziden entgegenzutreten.

Deshalb engagieren wir uns im ›Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft‹ und bei der Aktion ›Ackergifte? Nein danke!‹."


Die beteiligten Unternehmen, ob Bio-Lebensmittelhersteller oder Fachhandelspartner geben vielen Tausend Menschen sinnvolle Arbeit, sichern die Existenz Tausender bäuerlicher Bio-Höfe und versorgen Millionen von ökologisch bewussten Bürgerinnen und Bürgern mit hochwertigen Bio-Produkten für ein gutes, gesundes Leben.
Weitere Informationen zum Thema Pestizide in der Luft finden Sie hier:

Mitmachen und Ackergifte verhindern!


Das können Sie tun:

  • Für die Forschungsvorhaben und Kommunikationsaufgaben spenden. 
  • Die Patenschaft für einen Forschungsstandort in Ihrer Nähe übernehmen.
  • Vorträge organisieren, halten und auf das Thema aufmerksam machen.
  • Ackergifte melden.
  • An Aktionen und Kampagnen (z.B. Handelsaktionen) teilnehmen.
  • Bei der Verbreitung in sozialen Netzwerken helfen.
  • Zu entsprechenden Handelsaktionen in teilnehmenden Bio-Läden einkaufen.
  • Bevorstehende Handelsaktionen – mehr Infos auf www.enkeltauglich.bio.
  • Als Privatperson oder Initiative in der Bürgerinitiative Landwende Mitglied werden.
  • Als 100-%-Bio-Unternehmen Bündnispartner oder Förderpartner werden.

Ansprechpartner für Ihre Unterstützung:

für Privatpersonen & Initiativen:

Bürgerinitiative Landwende e. V.
E-Mail: info@landwende.de
www.landwende.de
www.ackergifte-nein-danke.de
www.urinale.org

für 100-%-Bio-Unternehmen:

Schweisfurth Stiftung
E-Mail: info@schweisfurth-stiftung.de
www. enkeltauglich.bio


 
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