Neue Gentechnik einfach erklärt

Neue Gentechnik (NGT) verändert gezielt die DNA von Pflanzen. Ohne klare Regeln drohen Anbau und Handel ohne Kennzeichnung, ohne Risikoprüfung und ohne verlässliche Rückverfolgbarkeit. Das widerspricht den Bio-Richtlinien und nimmt Wahlfreiheit. Denn Bio ist frei von Gentechnik – und soll es bleiben. Rapunzel setzt sich mit starken Partnern für Kennzeichnung, Risikoprüfung und Rückverfolgbarkeit ein. Wahlfreiheit braucht Transparenz.

Jetzt kommt es auf jeden an! Gemeinsam aktiv werden.

Ihre Stimme zählt.

Denn das letzte Wort haben die EU-Abgeordneten. Nur sie können den im Trilog (Dezember 2025) vereinbarten Gesetzestext ohne Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit noch stoppen.

Über das E‑Mailing‑Tool geht persönliches Anliegen direkt an EU‑Abgeordnete – schnell, unkompliziert und wirksam. So zeigen wir gemeinsam: Die geplante Deregulierung Neuer Gentechnik darf nicht durch die Hintertür kommen! 

Wir brauchen weiterhin Kennzeichnung, Risikoprüfung und Rückverfolgbarkeit – für echte Wahlfreiheit beim Einkaufen, für den Schutz von Bio und für eine faire Landwirtschaft. Je mehr Menschen sich jetzt einbringen, desto größer ist unser gemeinsamer Einfluss.

Reagenzglas mit Pipette vor grünen Pflanzen. Szenerie aus einem Forschungslabor
Worum geht's?

Die EU will Neue Gentechnik für Pflanzen, auch für Wildpflanzen, weitestgehend deregulieren. 

Das heißt:

  • Keine Risikoprüfung

  • Keine Kennzeichnung

  • Kein Schutz vor Verunreinigungen

  • Keine Haftungsregeln

Wenn das EU-Parlament diesem Gesetzes-Entwurf zustimmt, können gentechnisch veränderte Pflanzen, auch Wildpflanzen unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Ohne klare Kennzeichnung verlieren wir alle unsere Wahlfreiheit – als Verbraucher, Landwirte und Bio-Unternehmen.

Unsere Position

Bio ist und bleibt gentechnikfrei!

Für Rapunzel bedeutet Nachhaltigkeit, die Natur zu respektieren und zu schützen. Deshalb lehnen wir gentechnisch veränderte Organismen ab – sowohl in alten als auch in neuen Verfahren. Der ökologische Landbau basiert auf natürlichen Kreisläufen und der Unabhängigkeit von Pflanzen und Tieren. Gentechnik passt nicht in diese Philosophie. 

Wir fordern:

  • Konsequente Kennzeichnung

  • Strenge Risikoprüfung

  • Verpflichtende Nachweisverfahren 

  • Keine Patente auf Leben!

Sechs EU-Flaggen vor dem europäischen Gerichtshof
Was wir tun – seit vielen Jahren

Rapunzel informiert, vernetzt und handelt: „Genfrei gehen“ (2007), FOODprint (ab 2017), Gentechnik-Forum (2018) – und heute „Kein Freiflug für Gentechnik“ mit über 30 Partnern. 2025 setzen Aktionen auf Grüne Woche und Biofach ein starkes Zeichen; 60.000 Unterschriften wurden übergeben. Das Ziel bleibt: Kennzeichnung, Risikoprüfung, Rückverfolgbarkeit – für echte Wahlfreiheit.

Joseph Wilhelm, Rapunzel Gründer

zu den Trilogverhandlungen im Dezember 2025

“Ein schwarzer Tag für Transparenz und Natur. Die Unterhändler der EU‑Staaten und des Europaparlaments haben sich darauf geeinigt, die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel abzuschaffen. Noch handelt es sich um einen Gesetzentwurf, der vom EU‑Parlament und den Mitgliedsstaaten bestätigt werden muss. Im Schatten globaler Krisen wird dieses Thema zur Randnotiz. Doch die Folgen sind irreversibel. Die Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen lässt sich nicht stoppen – Bienen fliegen überall hin. Rapunzel kämpft seit über 30 Jahren für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Bio ist per se gentechnikfrei – und das muss so bleiben. Wir alle haben das Recht auf Transparenz und Wahlfreiheit.”

Joseph Wilhelm - Gründer von Rapunzel Naturkost bezieht Stellung zur neuen Gentechnik - Gesetzesentwurf