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Mit Felix Prinz zu Löwenstein in die Zukunft der Landwirtschaft


Der Agrarwissenschaftler und Landwirt zeigte bei Rapunzel Lösungen für ein kreislauforientiertes Agrarsystem
Die Zukunft der Landwirtschaft
Vortrag von Landwirt & Agrarwissenschaftler Felix Prinz zu Löwenstein


Donnerstag, 12. Oktober, 20 Uhr
im Rapunzel Casinosaal
Eintritt: 7 €

Anmeldung: kulturkost@rapunzel.de
Tel: 08330 529-1156

Hinweis: Der ursprünglich festgelegte Vortragstermin am 5. Oktober wurde auf 12. Oktober verschoben.
„Es ist völlig ausgeschlossen, dass uns unsere Kinder und Enkel nicht fragen werden: Warum habt ihr nichts getan?“ Eindrücklich legte Felix Prinz zu Löwenstein am 12. Oktober 2017 bei Rapunzel in Legau im Allgäu dar, welche fatalen Auswirkungen unsere Landwirtschaft auf das globale Ökosystem hat und warum wir dringend etwas ändern müssen – und wie wir dabei vorgehen können.

„Die Landwirtschaft der Zukunft muss eine sein, die Ökosysteme stabilisiert. Andernfalls steuern wir in eine Katastrophe hinein.“ Ein Beispiel für den Irrsinn unseres vorherrschenden Agrarsystems: die massive Verwendung von Stickstoff und Phosphor in der Landwirtschaft – aus über Jahrmillionen gebildeten, endlichen Lagerstätten, die wir in wenigen Jahrhunderten aufgebraucht haben werden. Und dann? Gleichzeitig sorgt der immer weiter steigende Einsatz dieser Mittel für erhebliche Umweltschäden, wie beispielsweise die „Todeszonen“ in vielen Meeresregionen, in denen nichts mehr lebt.

Die Landwirtschaft der Zukunft muss daher Stoffkreisläufe schließen und Biodiversität schützen, das machte Löwenstein in seiner schonungslosen Analyse deutlich. Etwa durch die Bildung von Humus – was Kohlenstoff bindet und andere Vorteile bringt. Dafür ist keine komplizierte Geoengineering-Technologie notwendig.

„Lösungen gibt es unendlich viele.“ Der Ausweg? Das System zu wechseln! In ein alternatives System, in dem sich verursachte Kosten auch im Preis niederschlagen, wie es in der Bio-Landwirtschaft der Fall ist. Dann nämlich könnten sich nur noch sehr, sehr reiche Menschen konventionelle Lebensmittel leisten.
Wie die Zukunft der Landwirtschaft darüber hinaus aussehen könnte, zeigte Löwenstein an ganz konkreten Beispielen: Ob der Einsatz GPS-gesteuerter Techniken, Erosionsschutzmaßnahmen wie Äcker entlang der Konturlinien zu pflügen, Phosphat-Rückgewinnung aus Klärschlamm oder den Einsatz von Mischkulturen – immer mit dem Ziel von stabilen, kreislauforientierten Systemen.
So erschreckend der „Kassensturz“ unseres durch die konventionelle Landwirtschaft maßgeblich mitbeeinflussten globalen Ökosystems ausfällt – Löwenstein brachte mit seinen Vorschlägen starke Impulse ein für eine rege Diskussion am Ende des Vortrags. Anstöße, die die zahlreichen Besucher gerne mit nach Hause nahmen.
Felix Prinz zu Löwenstein ist promovierter Agrarwissenschaftler und hatte nach mehrjähriger Tätigkeit im Entwicklungsdienst den elterlichen Hof 1992 auf Bio umgestellt. Lange Jahre war er aktiv im Präsidium von Naturland und ist bis heute Vorsitzender des BÖLW (Bund für ökologische Lebensmittelwirtschaft).
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