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Über 180.000 Euro für öko-soziale Projekte


Der HAND IN HAND-Fonds leistet auch 2019 weltweit Hilfe zur Selbsthilfe

Zukunftsfähige Landwirtschaft und Wasser­management sind besonders häufig wiederkehrende Themen für den HAND IN HAND-Fonds. Aber auch viele andere Projekte mit ökologischer und sozialer Ausrichtung unterstützt der HAND IN HAND-Fonds, eine Gemeinschaftsinitiative von Rapunzel Naturkost und der Deutschen Umwelthilfe.

2019 wurden in Afrika, Lateinamerika und Asien so 37 Projekte mit insgesamt 187.000 Euro gefördert. Die Projekte verbindet, dass sie über das unmittelbare Ziel hinaus Umweltgerechtigkeit verbessern und die Selbstverantwortung ziviler Gesellschaften stärken.

Der HAND IN HAND-Fonds besteht seit 1998 als Gemeinschaftsinitiative von Rapunzel Naturkost und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Er entwickelte sich aus dem Fairhandels-Programm HAND IN HAND des Naturkostpioniers, der bis heute den Großteil der Geldmittel zur Verfügung stellt. Inzwischen kann der HAND IN HAND-Fonds auf über 20 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblicken. Seit Bestehen des Fonds flossen knapp 1,8 Millionen Euro in 379 Projekte in 58 Ländern.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.
Von links nach rechts: Leonhard Wilhelm, Gila Kriegisch, Michael Hadamczik, Erika Blank, Joseph Wilhelm, Holger Epp, Jutta Kochendörfer.

Weltweite Hilfe zur Selbsthilfe


Nachhaltiger Quinoa-Anbau in den Anden
Nachhaltiger Quinoa-Anbau in den Anden
Nachhaltiger Quinoa-Anbau in den Anden
Zu den geförderten Projektträgern gehört 2019 die Organisation ECOTOP, die Beratung und Projektarbeit in nachhaltiger Agroforstwirtschaft leistet. Sie erarbeitet nun mit Unterstützung des HAND-IN-HAND-Fonds und gemeinsam mit Kleinbauernfamilien auf den Hochebenen Boliviens Methoden des naturschonenden Quinoa-Anbaus. Bio und fairer Handel haben der alten Kulturpflanze zu starker Nachfrage auf dem internationalen Markt verholfen. Doch aufgrund des Quinoa-Booms droht die Sorgfalt im Umgang mit den Böden verloren zu gehen. Anhand von Demonstrationsfeldern und Schulungen für die Bauern sollen die umweltschonenden Anbautechniken verbreitet werden.

Erste Erfolge: Demonstrationsfeld für wasserschonende Agroforstwirtschaft in Indien
Erste Erfolge: Demonstrationsfeld für wasserschonende Agroforstwirtschaft in Indien
Erste Erfolge: Demonstrationsfeld für wasserschonende Agroforstwirtschaft in Indien
Zu den in diesem Jahr bewilligten Projekten gehört auch eine Demonstrationsfarm mit angeschlossenem Bildungszentrum in Südindien. In der Region sind die Grundwasserressourcen durch die intensive Landwirtschaft übernutzt und Dürreperioden bereiten große Probleme.

Die indische Organisation MORE spricht Kleinbauern an und vermittelt ihnen Kenntnisse in Agroforstwirtschaft und Wassermanagement. Auf der eigenen Projekt-Farm will die NGO Regenwasser für die Bewässerung der Kulturen sammeln.

'GoldHaus' in Ghana – ökologisch sinnvolle Komposttoiletten
'GoldHaus' in Ghana – ökologisch sinnvolle Komposttoiletten
'GoldHaus' in Ghana – ökologisch sinnvolle Komposttoiletten
Einem ganz alltäglichen Problem widmet sich Succeed in Ghana e.V. Hinter seinem Projekt GoldHaus verbirgt sich eine Komposttoilette. Das GoldHaus ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern es begegnet auch der Scheu rund um das Thema auf charmante Weise: Die mobile und bemalte Toilette reist auf Festivals und andere Veranstaltungen. Die Fäkalien werden nach der Kompostierung in der Landwirtschaft zur Düngung eingesetzt – eine folgerichtige und ressourcen­schonende Kreislaufwirtschaft. Succeed in Ghana e.V. will seine Aufklärungskampagne ausweiten und neue Demonstrationstoiletten bauen.

Geförderte Projekte 2019


Projekt Land Beschreibung Fördersumme
Naturefund e.V.  Burkina Faso Weiterentwicklung des Pyrokochers Nafagaz für biogene Reststoffe 5.000,– EUR
Bujugo Primary Cooperative Society Tansania Baumschulen und Bienenhaltung, Bujugo 5.000,– EUR
YOOW e.V. Malawi Solarstrom für das Chiuno Cultural Center 5.000,– EUR
Fundacion Corcovado Costa Rica Schutz von Meeresschildkröten, "Mama Carey", Península de Osa 4.400,– EUR
OTEPIC Kenia Bienenzucht 5.000,– EUR
End Poverty Indien Obstbäume für Kleinbauern 5.000,– EUR
ISC Konstanz Indien SUNI 4: Bildung für Schulkinder und Jugendliche zu Wasser und Energie 5.000,– EUR
Association Akabar Marokko Traditionelles Heilkräuter-Wissen bewahren 3.800,– EUR
Log-Ikwo in Kamerun Nachhaltig e.V. Kamerun Solaranlage für HANDIPLUS-Center, Nähwerkstatt für körperlich behinderte Menschen 5.000,– EUR
Where Rainbows Meet  Südafrika Nähen und Kunsthandwerk, Frauenprojekt 3.500,– EUR
Sekem for Land Reclamation (SLR)  Ägypten Dattelkern-Mühle (Herstellen von Tierfutter) 5.000,– EUR
Eat to fight your disease e.V.  Ruanda Bewässerung für Anbaufläche eines Krankenhauses 1.600,– EUR
Die Ofenmacher e.V.  Nepal Bau von Lehmöfen im Distrikt Lamjung 5.000,– EUR
Nomadenhilfe e.V.  Bhutan Wasser und saubere Energie für die ländliche Bevölkerung in Tsirang 5.000,– EUR
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. Namibia Schutz Geparde, Farmerhandbuch zu Mensch-Wildtier-Konflikt 3.700,– EUR
ACTNGONO Tansania Einkommen und Ernährung für 50 von HIV betroffene Frauen 5.000,– EUR
ZOFVA Ghana Feldschulen für Partizipative Garantiesysteme als erster Schritt zum Bio-Anbau 2.500,– EUR
SOCEO gGmbH Kongo Nachhaltige Einkommensquellen durch Entrepreneurship 5.000,– EUR
SWAGEN Uganda Müllprojekt: Briketts aus organischen Abfällen 5.000,– EUR
Pfarrei St. Joseph Mukasa Benin Mucuna-Pflanzung und Hasenzucht, Bétérou 3.700,– EUR
EMACE Foundation Sri Lanka Mangrovenschutz und Imkerei 5.000,– EUR
OroVerde Guatemala Bessere Lebensbedingungen für Kleinbauerfamilien und Waldschutz 5.000,– EUR
Global Seed Savers Philippinen Sicherung und Vervielfältigung einheimischen Saatguts durch Bauern 5.000,– EUR
Sencab e.V. Ghana Schulung von Frauen im Mango-Anbau und Fairen Handel, Agomeda (Fortsetzung) 900,– EUR
Hekima Girls' Secondary School Tansania Land- und Waldschutz vor Feuer und Landraub 3.000,– EUR
Coopérative Yiwalo Burkina Faso Brunnenbohrung auf neuer Produktionsfläche 5.000,– EUR
Hekima Girls' Secondary School Tansania Wiederinstandsetzung von Klassenzimmer und Schulräumen (Fortsetzung) 10.500,– EUR
ANAS, Organic Agriculture Reg. Experimental and Recource Center Aserbaidschan Entwicklung der Öko-Landwirtschaft und Bodengesundheit 5.000,– EUR
Marafiki wa Afrika e.V. Tansania Bau eines Trinkwassertanks für Mavuno 5.000,– EUR
Flüchtlingshilfe Mittelamerika e.V. El Salvador Umweltbildung für Schulklassen in Nationalparken/Schutzgebieten 4.400,– EUR
Foundation for Women in Development-Rwenzori (FOWID-R) Uganda Bio-Gemüseanbau für Kleinbäuerinnen, Kasese 3.500,– EUR
Rural Disabled Women Association (RUDIWA) Uganda Frauenprojekt mit nachhaltigen Kohlebriketts, Bundibugyo 2.700,– EUR
ECOTOP Bolivien Agroforstwirtschaftlicher Anbau von Quinoa, Altiplano Sur 5.000,– EUR
MORE (Movement for Rural Emancipation) Indien Regenwassernutzung im Projekt Toranam/Südindien   5.000,– EUR
Practical Permaculture Institute Zanzibar (PPIZ) Tansania Kipepeo – Hilfe zur Selbsthilfe für weibliche Öko-Unternehmerinnen, Sansibar 5.000,– EUR
Succeed in Ghana e.V. Ghana GoldHaus – Einführung von Komposttoiletten 5.000,– EUR
Weltweit e.V. Tansania Schutz der Küstenwälder durch Pflanzungen und Imkerei 4.600,– EUR
Sekem for Land Reclamation SLR Ägypten Pilot-Produktion des Biopestizids Trichogramma 5.000,– EUR
Long Yang e.V. Nepal Bäume für Suntakhan 4.800,– EUR
Women and Children Protection WCP DR Kongo Seifenherstellung für Mädchen/Frauen in der Pygmäengemeinschaft Bwegera/Uvira 5.000,– EUR
Women and Children Protection WCP DR Kongo Ansiedlung von Schulgärten/Sensibilisierung für Artemisia annua 5.000,– EUR
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