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Wie HAND IN HAND Mensch und Klima unterstützt


Rapunzel und seine Fairhandels-Partner erarbeiten Nachhaltigkeitsstrategien
[03/20] Mit einem heiteren Rollenspiel eröffneten Mitarbeiterinnen der Rapunzel Rohstoff­sicherung den HAND IN HAND Workshop 2020 – ein unterhaltsamer Start für die jährliche Zusammenkunft mit den Rapunzel HAND IN HAND-Lieferanten aus aller Welt. Dieses Jahr waren Anfang Februar dafür 24 Vertreter­innen und Vertreter von 14 HAND IN HAND-Lieferanten aus 13 Ländern in Legau zusammen­gekommen, um sich untereinander und mit Rapunzel Naturkost auszutauschen.

Dieser intensive, persönliche Austausch ist wesentlich – auch für die gemeinsame, stetige Weiterentwicklung des firmeneigenen Fairhandels-Programms HAND IN HAND. In der Diskussion waren sich Rapunzel und die HAND IN HAND-Partner rasch einig, wie entscheidend Transparenz und klare Nutzenkommunikation gegen­über Kunden und Endverbrauchern ist. Denn Rapunzel hat mit HAND IN HAND wirkliche Geschichten zu erzählen!
 

Nachhaltigskeitsmanagement aus den Anden


Wie ein vorbildliches Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen von HAND IN HAND aussehen kann, machte Abraham Apaza, Geschäftsführer von ANAPQUI, deutlich. ANAPQUI, Quinoa-Lieferant von Rapunzel, ist ein Zusammenschluss von Kleinbauern im Andenhochland – und die Etablierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagementsystems durchaus kein leichter Schritt. Doch stärkt es die Gemeinschaft der Kleinbauern und hilft dabei, eine Organisation strategisch und operativ auszurichten und Herausforderungen im Blick zu behalten. Eine davon ist etwa der Klimawandel und die dadurch erschwerten Anbaubedingungen von Quinoa. Mit konsequentem Bio-Anbau und Beratung der Kleinbauern vor Ort kann dem aber entgegengewirkt werden.

Die Wirksamkeit des fairen Handels


Veronika Schmölz aus der Rapunzel Rohstoffsicherung stellte ihre Masterarbeit vor, die sie bei Rapunzel über den HAND IN HAND-Partner Serendipalm in Ghana angefertigt hatte. Ihre Fragestellungen: Welche Wirksamkeit beweist fairer Handel tatsächlich? Wie und wo gibt er Impulse für Veränderungen bei den Partnern? Wie könnte man diese Änderung messen? Veronika Schmölz brachte ihre Ergebnisse auf den Punkt: HAND IN HAND trägt zu den Zielen bei, ist aber nicht der einzige Faktor.
Serendipalm etwa setzt viele der Vorhaben innerhalb des eigenen Einfluss­bereichs um. HAND IN HAND kann also immer nur so gut sein, wie es das Engagement vor Ort ist. Die richtigen Rahmen­bedingungen, die Rapunzel vor Ort schafft, ermöglichen den Partnern dann, Veränderungen anzugehen. Eine entscheidende Rolle nimmt dabei die langfristige und transparente Zusammenarbeit ein.

Das leistet Bio-Anbau für die Klimaziele

Die Verringerung von Emissionen rückt zunehmend in den Fokus. Maria Mayrhoffer (Rapunzel Rohstoffsicherung) stellte die Maßnahmen vor, die Rapunzel seit Jahren leistet zu Themen wie erneuerbare Energien, Müllvermeidung, Abwassermanagement, Emissionsverringerung von Gasen und anderen. Sahin Ince gab als Gastreferent Einblick, was die Tochterfirma Rapunzel Türkei unternimmt, etwa mit einem Baumpflanzprojekt gemeinsam mit der Aegean Forest Foundation.

Auch die HAND IN HAND-Partner können über unterschiedliche Maßnahmen oder geplante Projekte berichten, wie sie CO2 in der Landwirtschaft reduzieren. Beispiele sind die Begrünung der ägyptischen Wüste durch bio-dynamischen Landbau bei Sekem, Agroforst und regenerative Landwirtschaft bei Serendipalm im tropischen Ghana und tragbare Lehmöfen und Wiederaufforstung bei KCU in Tansania.
„Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben in verschiedenen Sprachen.
„Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben in verschiedenen Sprachen.
„Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben in verschiedenen Sprachen.
Wie ein Abschlusswort war der Hinweis von Gero Leson (Dr. Bronner’s), dass Bio-Landwirtschaft sehr viel mehr ist als CO2-Reduzierung oder Bäumchen­pflanzung. Wichtig ist zum Beispiel auch, CO2 aktiv in den Boden zu bringen und auf synthetischen Stickstoff-Dünger zu verzichten, wie es im Bio-Anbau heute schon praktiziert wird. Dinge, die in der öffentlichen Debatte zu wenig genannt werden!

Als Abschiedsgeschenk übergab Barbara Altmann, Leiterin der strategischen Rohstoffsicherung bei Rapunzel, allen eine Übersetzung von „Das geheime Leben der Bäume“. Denn das Buch bestärkte sie in zwei Erkenntnissen: Auch ein Landwirt muss ein guter Beobachter sein. Und wir sind alle miteinander verbunden.
Jedes Essen zählt!

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