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Die Kuh braucht ihre Hörner!


Vortrag der Demeter-Bäuerin Susanne Schwärzler zum Thema „Milch? Bekommt mir nicht!“
Milch? Bekommt mir nicht! – Die Milch, die Kuh und ihre Hörner
Vortrag von Susanne Schwärzler

Donnerstag, 20. September 2018, 20 Uhr
im Rapunzel Casinosaal in Legau
Seit über 30 Jahren beschäftigt sich Susanne Schwärzler mit dem Ansatz der biologisch-dynamischen Arbeitsweise auf dem eigenen Bauernhof. Auf diesen Erfahrungswerten aufbauend überzeugte die Allgäuerin bei ihrem Vortrag am Donnerstag, dem 20. September 2018 die 120 Gäste, dass Milch eben nicht gleich Milch ist.

Welche Einflüsse die Entfernung der Hörner für Kühe und den von ihnen produzierten Rohstoff hat, wurde allen Gästen sehr schnell klar. Das Sozialverhalten der enthornten Tiere verändert sich: Teilnahmsloses, grobes Verhalten und ein rücksichtsloses Miteinander.

Gegen das Entfernen der Hörner spricht auch die Einschränkung der Kuh in der Regulierung ihres Wärmehaushaltes. Der Einfluss der Horngröße auf den Wärmehaushalt wird bereits seit geraumer Zeit vermutet. Je heißer das Klima, desto größer sind die Stirnbeinfortsätze und somit Länge und Umfang des Horns zum Temperaturausgleich (beispielsweise bei Rinderrassen in Afrika und Asien).

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Die Ansicht, dass die Hörner die Verdauung unterstützten und von Bedeutung für den Stoffwechsel der Tiere seien, wird vom Ökolandbau-Verband Demeter vertreten. Beim Wiederkauen der Kühe gelangen Gase über die Stirnhöhlen bis in die Hornzapfen und dann wieder zurück in das Magensystem, die Temperatur der Kuhhörner steigt beim Wiederkäuen spürbar an. Die Milch enthornter Kühe habe eine veränderte Zusammensetzung und kann unter bestimmten Umständen unverträglicher sein. So soll die Milch horntragender Kühe weniger Allergene beinhalten, was besonders für Menschen mit Milchallergie wichtig wäre, und bei Laktoseintoleranz verträglicher sei.

Susannes Schwärzlers Vision ist es, weg zu kommen von Massentierhaltung mit Ställen von 1000 Stk. enthorntem Milchvieh auf Spaltenböden. Dafür mehr glückliche Kühe mit Hörner in Anbindehaltung mit artgerechtem Futter (Gras und Heu), genügend Bewegung und Freigang wie auf ihrem eigenen Hof in Dottenried bei Kempten. Dort ist die Welt noch in Ordnung: Jede Kuh hat ihren persönlichen Namen, die Kühe sind keine Nummer oder ein mit einem Barcode versehener Rohstoffproduzent.

“So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken“, fasste Susanne Schwärzler pointiert zusammen.

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