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Samba - so fing alles an


[Von Joseph Wilhelm, anlässlich des 20. Geburtstags von Samba, 2010]

20 Jahre Samba: vielfach kopiert und doch bis heute unschlagbar. Da kann mensch schon fast von einer "Generation Samba“ sprechen. Auf jeden Fall ist dieser Geburtstag ein guter Anlass, ganz bescheiden auf die Anfänge der "Praline im Glas“ zurückzublicken.
Vor über 20 Jahren ging es in der Biobranche vor allem um gesunde Grundlebensmittel. Doch wir von Rapunzel spürten in diesen spannenden Aufbruchsjahren bereits das immer stärker aufkommende Bedürfnis – auch vieler "eingefleischter“ NaturköstlerInnen – nach den kleinen, verbotenen Genüssen wie Schokolade oder Nutella. Verstärkt wurde dieser Trend durch die vielen Kinder, die es in den Biohaushalten gab. Verbote haben ja meist die entgegengesetzte Wirkung: Sie machen das Verbotene nur begehrlicher. 
Dieses Verhalten wurde immer offensichtlicher und es endete letztendlich darin, dass im Bioladen das "Gesunde“ gekauft wurde und die "verbotenen Dinge“ im anonymen Supermarkt.

Dies hat uns über Alternativen nachdenken lassen. Hinzu kam die Einsicht, dass solche "Verdrängungskäufe“ von konventionellen Produkten nicht gerade dem Fördergedanken für die Biologische Landwirtschaft entsprachen. Außerdem war die Aussicht verlockend, mit der Umstellung der für solche Produkte notwendigen Rohstoffe wie Kakao und Vollrohrzucker auf Bioanbau vielen Kleinbauern in sogenannten Entwicklungsländern eine giftfreie Existenzmöglichkeit zu bieten.

Die Kinder gaben den Ausschlag


Wir von der "Rapunzel Familie“ hatten damals selbst viele kleine Kinder, die durch Besuche bei Omas und Opas, im Kindergarten und in der Schule ständig den Versuchungen der Süßwarenindustrie ausgesetzt waren. So motiviert startete ich in unserer Hof- und noch kleinen Kantinenküche die ersten Misch- und Rührversuche für einen gesünderen Nussnougataufstrich, als ihn die Industrie zu bieten hatte.

Ein Teil der benötigten Biorohstoffe war bereits durch das kurz zuvor aus gleichen Beweggründen auf den Weg gebrachte Projekt Bio-Schokolade verfügbar. Andere Rohstoffe wie Palmfett mussten erst gefunden werden. Die ersten Misch- und Mahlversuche fielen durchaus ermutigend aus, jedoch gab es aufgrund der damals sehr unsteten Qualität der Rohstoffe, vor allem des Rapadura Vollrohrzuckers und der Kakaomasse, immer wieder Rückschläge. Palmfett war in Bioqualität noch nicht verfügbar, so dass ich mit der viel zu teuren Kakaobutter als Fettanteil experimentierte.

Trotz aller Qualitätsschwankungen wurde der Testpersonenkreis im Familien- und Freundeskreis immer größer und ermutigte mich zu einer ersten echten Testproduktion mit den damals recht bescheidenen Produktionsmitteln. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die Bereitschaft der ersten Kunden, solche doch spür- und schmeckbaren Qualitätsunterschiede mitzutragen. Auch in der Produktionstechnik hatten wir einige Hürden zu nehmen, denn die Verarbeitung von Vollrohrzucker war absolutes Neuland.

Wie Samba zu seinem Namen kam - und zu seinem Äffchen


Nachdem wir uns aufgrund der begeisterten Rückmeldungen über eine Produkteinführung sicher waren, musste natürlich ein passender Name gefunden werden. Die Reisen zu den Umstellprojekten für Rapadura Vollrohrzucker, Kakao, Palmfett und Vanille haben mich in für mich neue und exotisch tropische Länder wie Madagaskar, Brasilien und Costa Rica geführt. Die Üppigkeit der tropischen Vegetation und die Vielfalt der menschlichen Kulturen haben uns alle begeistert. Da eine der Hauptzutaten für unseren Aufstrich, nämlich Rapadura, aus Brasilien stammte, war der Weg zu "Samba“, dem heißen Tanz-Rhythmus, nicht weit.

Ähnlich hat es sich mit der Etikettengestaltung zugetragen. Unseren Freunden von "Vierpunkt Grafik" und unserem Illustrator Wolfgang Steinmeyer ist sehr schnell der Affe eingefallen. Somit waren wir startklar und wir waren glücklich darüber, den vielen "Junk-Food“-Produkten der Lebensmittelindustrie eine gesündere Alternative gegenüberzustellen, bei der die Hauptzutat tatsächlich dem Namen "Nuss-Nougat-Creme“ entsprechend Nüsse sind - und zwar 45 % bei gleichzeitiger Abwesenheit von Weißzucker und fragwürdigen gehärteten Fetten.

Über all die Jahre haben viele Optimierungen bei den Rohstoffen und der hauseigenen Produktionstechnik Samba zu dem gemacht, was es heute ist: ein Kultprodukt für eine ganze Generation.

Die inzwischen erwachsene Tochter einer Freundin hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: Sie zählt sich zur „Generation Samba“. Für uns war das ein schönes Kompliment!

Jedes Essen zählt!

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