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Kokosnuss – der Geschmack nach Exotik


Rapunzel bietet bereits lange Kokosprodukte an. 1990 startete Rapunzel den weltweit ersten Anbau für Bio-Kokosnüsse in Madagaskar. Seit Mitte der 1990er Jahre kamen viele Jahre lang fair gehandelte Kokosraspeln und Kokos-Chips für Rapunzel aus Sri Lanka. Inzwischen bezieht Rapunzel vielfältige Kokosprodukte aus verschiedenen Projekten und Lieferanten – überwiegend aus Sri Lanka. Das bio-faire Kokosöl etwa kommt vom HAND IN HAND-Partner Serendipol. Immer wieder sind Rapunzel Mitarbeiter vor Ort und besuchen verschiedene Rapunzel Lieferanten.

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Anbau, Ernte und Verarbeitung

Kokosnüsse sind bis zu 1 kg schwere Steinfrüchte. Die Südfrucht gedeiht am besten an ganzjähig warmen Meeresküsten und Flussläufen in der Südsee. Die Nüsse sind von einer dünnen, grünen lederartigen Schale umhüllt, unter der sich eine dicke, faserige Unterschicht befindet. Der Kern selbst besteht aus einer harten Schale, welche das von einer rotbraunen Haut überzogene weiße Fruchtfleisch schützt.
Kokospalmen werden bis 30 Meter hoch. Ab dem sechsten Jahr wachsen die verzweigten Blütenstände. Der Baum trägt das ganze Jahr über Früchte in verschiedenen Entwicklungsstadien, sodass ständig Kokosnüsse nachreifen. Eine Palme liefert 40 bis 50 Früchte pro Jahr und wird bis zu 120 Jahre alt.
Die Kokosnüsse werden zunächst unter den hohen Palmen getrocknet
Die Kokosnüsse werden zunächst unter den hohen Palmen getrocknet
Die grüne Außenschale der Kokosnuss wird direkt vor Ort abgeschält
Die grüne Außenschale der Kokosnuss wird direkt vor Ort abgeschält
Die Bio-Kokospalmen für Rapunzel Produkte werden in Mischkultur, zum Beispiel mit Ananas, Bananen, Pfeffer, Zimt, Kakao und Kaffee angebaut. Gedüngt wird mit nährstoffreichem Kompost aus Kuhmist, Blättern und Kokosfasern. Rund ums Jahr – etwa alle sechs Wochen – ernten die Bauern die Kokosnüsse mit Hilfe langer Stöcke.
Zunächst trocknen die Nüsse unter den hohen Palmen, bis sie ausgereift sind. In der Regel werden die Kokosnüsse noch auf dem Feld von ihrer Faserhülle befreit. Diese faserige Hülle wird zum Beispiel zu Kokosmatten, Matratzenfüllungen oder vielen weiteren Produkten weiterverarbeitet.

Das macht die Kokosnuss wertvoll 

Der hohe Gehalt an mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl, vor allem die Laurinsäure, kann den menschlichen Stoffwechsel positiv beeinflussen. Die im Kokosöl enthaltenen sogenannten MCT-Fette sind leicht verdaulich und erhöhen das vorteilhafte HDL-Cholesterin, welches vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll. Auch zur Gewichts­reduktion wird Kokosöl empfohlen. Die Fette der Kokosnuss werden zur Energiegewinnung im Körper genutzt und weniger in die Fettdepots eingelagert. Außerdem sollen die Fettsäuren des Kokosöls gegen Viren, Bakterien und sogar Pilze helfen und werden immer wieder in Zusammenhang mit der Alzheimer-Prävention genannt.

Kokosprodukte enthalten zudem wichtige Mineral­stoffe wie Kalium, Magnesium und Zink. Dies macht die Kokosnuss zu einem wertvollen und dabei noch sehr schmackhaften Nahrungsmittel – also alles gute Gründe, um häufiger zu dieser exotischen Steinfrucht zu greifen
In der Verarbeitungsfabrik werden zunächst die braunen Schalen entfernt
In der Verarbeitungsfabrik werden zunächst die braunen Schalen entfernt
Die Qualitäts-Leiterin von Serendipol, Inosha Shamini mit Mitarbeiterinnen von Rapunzel.
Die Qualitäts-Leiterin von Serendipol, Inosha Shamini mit Mitarbeiterinnen von Rapunzel.

Unterschied "nativ" und "mild"


Das Kokosöl nativ wird mit den sogenannten "trockenen Verfahren" gewonnen. Zunächst wird die harte Schale zerschlagen. Dann wird das Fruchtfleisch der Kokosnuss in heißem Wasser gewaschen, geraspelt und getrocknet. Anschließend erfolgt die rein mechanische Pressung des Fruchtfleisches ohne äußere Hitzezufuhr. 

Im Gegensatz zum nativen Kokosöl wird das milde Kokosfett nach dem Pressen mit Hilfe von Wasserdampf schonend desodoriert, um Geruchs- und Geschmacksstoffe zu entfernen. Mit diesem Verfahren wird ein mildes Öl ohne starken Eigenschmack gewonnen.


Verwendung


Kokosöl und Kokosfett sind hervorragend für die heiße Küche geeignet, da die guten Eigenschaften bei der Erhitzung erhalten bleiben. Beim Erhitzen entwickeln sich keine Schadstoffe oder freien Radikale. Da die Öle nicht oxidieren, entstehen beim Braten keine Rückstände in der Pfanne.
Jedes Essen zählt!

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