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Bourbon Vanille: Die echte Schote von den Komoren


Die Vanille (Vanilla planifolia) gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist die einzige Nutzpflanze innerhalb dieser Gattung. Ursprünglich wuchs sie ausschließlich in den küstennahen tropischen Regenwäldern Südost­mexikos und Mittelamerikas. Vanille wächst nur in tropischer Mischkultur und kann als Kletterpflanze bis zu zehn Meter lange Ranken bilden.

Der spanische Eroberer Mexikos, Hernán Cortés, war der Legende nach der erste Europäer, der 1519 die aromatische Frucht kennen lernte.
Schon bald nach der Eroberung Mexikos gelangten die ersten Vanilleschoten nach Spanien. So ist denn auch das Wort „Vanille“ spanischen Ursprungs und bedeutet „kleine Hülse“. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Vanille ihren Siegeszug an den europäischen Königshöfen.

Besonders die vanillebegeisterten Franzosen legten in ihren Besitzungen in Übersee, die klimatisch geeignet waren, großflächig Vanillekulturen an. Beispiels­weise in den Kolonien auf Madagaskar, auf den Seychellen und Komoren sowie auf La Réunion.

Bourbon Vanille von Rapunzel Naturkost


Wissenswertes

 
  • Vanille (Vanilla planifolia) ist die Königin der Gewürze und nach Safran das wertvollste Gewürz der Welt.
     
  • Die Bezeichnung „Bourbon“ ist heute geschützt und darf als Bezeichnung nur verwendet werden, wenn die Vanille auf den Inseln Madagaskar, Komoren und La Reunion angebaut wird.
     
  • Die Vanille für alle Rapunzel Vanille-Produkte kommt von einem Anbau-Partner auf den Komoren.
     
  • Über die Qualität der Vanille entscheidet der natürliche Vanillingehalt – je höher dieser ist, umso besser die Qualität und das Aroma. Der Vanillingehalt liegt zwischen 1,5 und 2,4 Prozent. 
     
  • Das Aroma der Vanilleschote besteht jedoch nicht nur aus Vanillin. Ihr Aroma-Spektrum ist extrem komplex und besteht aus über 40 Komponenten. Das macht sie so einzigartig.
     
  • Während vielen Produkten ein synthetisch hergestelltes Vanillin zugefügt wird, verwendet Rapunzel ausschließlich das Gewürz Vanille aus der natürlichen Schote. 

Anbau und Ernte


Vanille ist eine mehrjährige Kletterpflanze, die nur in tropischer Mischkultur wächst. Sie braucht als Stützpflanze einen Baum, an dem sie bis zu zehn Meter emporranken kann. Die traubenförmigen Blütenstände bestehen aus acht bis zehn etwa fingerlangen, gelblich-grünen und stark duftenden Orchideenblüten.

Pro Tag blüht nie mehr als eine Blüte eines Blütenstandes, und auch das nur für wenige Stunden. In dieser kurzen Zeit muss die Pflanze bestäubt werden. Unterbleibt dies, fällt die Blüte ab. Bei bestäubten Blüten beginnt der Fruchtknoten zu wachsen. Nach etwa vier bis sechs Wochen hat die grünliche, einer Stangenbohne ähnelnden Frucht, ihre endgültige Länge von 15 bis 18 cm erreicht.
Die Bestäubung erfolgt in der Regel manuell mit Hilfe eines Bambusstäbchens. Vanilleblüten beherbergen gleichzeitig männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane, die durch ein zungen­förmiges Blatt voneinander getrennt sind. Daher bedarf es für den Bestäubungsvorgang Hilfe, ob durch Insekten, Kolibris oder eben durch die Bauern auf den Komoren.

Erntereif sind die Früchte etwa acht Monate nach der Befruchtung, wenn die Farbe der Schoten von grün nach gelb wechselt. Die Bestimmung des besten Erntezeitpunktes erfordert viel Erfahrung und entscheidet maßgeblich über die Qualität. Die zur Ernte anstehenden Früchte müssen täglich kontrolliert und gepflückt werden. Daher erstreckt sich die Ernteperiode über drei Monate. Weil die Pflanzen größtenteils im Regenwald wachsen, ist die Ernte zudem sehr aufwendig.
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten

Verarbeitung


Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Die Vanilleschote ist direkt nach der Ernte noch völlig geschmacks- und geruchsneutral. Das typische Aroma der Vanille wird erst durch einen Fermentationsprozess freigesetzt, der spätestens zwei Tage nach der Ernte beginnen muss.

Die Schoten werden zunächst kurz in ein heißes Wasserbad getaucht. Anschließend fermentieren sie, eingewickelt in Decken, mehrere Wochen in einer Holzkiste. Für ein Kilogramm braune, fermentierte Vanille sind fünf Kilogramm frische Schoten notwendig.
Der Prozess wird einige Male wiederholt, bis nach rund sechs Monaten die Vanille so ist, wie wir sie kennen, mit ihrem unvergleichlichen Geschmack.

Die fermentierte Vanille muss zwei bis drei Monate in gut belüfteten Lagerräumen getrocknet werden. Anschließend wird sie von Hand nach Länge sortiert, gebündelt und für den Versand nach Europa bereit gemacht. 

Wissenswertes


Künstlich hergestelltes Vanillin 


... kann nie den wunderbaren Reichtum und das breite, runde Spektrum der echten Bourbon Vanille erreichen. Die Harmonie des extrem komplex zusammengesetzten, aus etwa 400 Komponenten bestehenden Vanille-Aromas lässt sich nicht durch eine einzige Komponente – synthetisch hergestelltem Vanillin – darstellen

Bourbon Vanille (Vanilla planifolia)


verdankt ihren Namen dem geschichtlichen Umstand, dass die Franzosen sie einst auf der Île Bourbon, dem heutigen Réunion, anbauten. Der Begriff bezeichnet heute die Vanille der Region des Indischen Ozeans. Sie ist lang und schlank und von starkem Geschmack und Duft. Sie besitzt eine dicke, ölige Haut und hat kleine Samen im Überfluss.

Aufbewahrung von Vanilleprodukten


Vanille ist nicht nur ein sehr vielseitig einsetzbares Gewürz, um Geschmacksnuancen zu verbinden und zu harmonisieren. Wenn man Vanille richtig behandelt, kann man sie sehr lange aufbewahren und sogar mehrfach verwenden.

Wichtig dabei: Vanille immer in einem gut verschließbaren Gefäß / Glas aufbewahren, möglichst an einem kühlen und dunklen Ort.

Mehrfachverwendung von Vanilleschoten

 
  • Die Schoten in größere Stücke schneiden, in ein Glas mit Zucker stecken und fest verschließen. Der Zucker nimmt das Aroma der Vanille an.
  • Die leeren Schoten in ein Zentimeter lange Stücke schneiden und in eine Dose mit schwarzem oder grünem Tee zur Aromatisierung geben.
  • Ein Stückchen Schote zum Kaffee in den Filter geben und gemeinsam aufbrühen.
  • Die leere Schote im Apfelmus mitkochen – das nimmt die Säure und man braucht kaum Zucker.
  • Die Schote in Milch für Pudding oder Grießbrei mitgekocht zaubert ein sanftes Vanillearoma in Ihr Dessert.

Häufige Fragen zur Vanille


Weiße Kristalle an den Bourbon Vanilleschoten?


Während der Lagerung kann sich eine Art „Raureif “ aus natürlichen Vanillin-Kristallen an der Oberfläche der Schote bilden. Er zeugt von äußerst hochwertiger Qualität der Vanilleschoten. Die Kristalle sind essbar und sehr aromatisch.

Wie viel Vanillepulver entspricht einer Vanilleschote?


Etwa 1/2 bis 1 Teelöffel gemahlenes Vanillepulver entspricht zwei Vanilleschoten. Vanillepulver ist die ganze, vermahlene Vanilleschote – nicht nur das Mark!

Rezepte mit Vanille


Gugelhupf Apfel-Kuchen
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Bratapfel mit Trockenfrüchten, Nüssen und Marzipan
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Quitten-Käse
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Selbstgemachter Sojadrink
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Joghurt-Mandel-Smoothie
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Mirabellen-Marmelade mit Bourbon Vanille
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Limonadensirup aus frischen Johannisbeeren
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Apfelstreusel vom Blech
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Vegane Winter-Waffeln
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Chia-Marmelade Kulleraugen mit Ghee
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Schokoladenkuchen mit Kokosblütenzucker, ohne Mehl
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Aprikosen-Kürbis-Marmelade
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