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Echte Bourbon Vanille


Echte Bourbon Vanille – aus vielen Rapunzel Produkten nicht wegzudenken. Ihr balsamisch-warmes Aroma veredelt Aufstriche wie Samba und Co. sowie so manches Gebäck. Dieses feine Aroma kommt nicht von ungefähr, dazu sind viele kleine Schritte notwendig. Erfahren Sie hier mehr über die Königin der Gewürze sowie über ihren Anbau, die Botanik, Ernte und Verarbeitung.
HAND IN HAND Bourbon Vanille von den Komoren
HAND IN HAND Bourbon Vanille von den Komoren

Das Besondere:
  • Vanille (Vanilla planifolia) ist nach Safran das wertvollste Gewürz der Welt.
  • Die Bezeichnung „Bourbon“ ist geschützt und darf als Bezeichnung nur verwendet werden, wenn die Vanille auf den Inseln Madagaskar, Komoren und La Reunion angebaut wird.
  • Die Vanille für alle Rapunzel Produkte kommt vom HAND IN HAND-Partner Vaniacom auf den Komoren.
  • Rapunzel verwendet ausschließlich echte Bourbon Vanille.
  • Über die Qualität der Vanille entscheidet der natürliche Vanillingehalt – je höher dieser ist, umso besser die Qualität und das Aroma. Der Vanillingehalt liegt zwischen 1,5 und 2,4 %.
  • Das Aroma der Vanilleschote besteht nicht nur aus Vanillin. Ihr Aromaspektrum ist extrem komplex und enthält noch weitere 150 Aromen. Das macht sie so einzigartig.

Botanik & Geschichte

Die bereits bestäubte Blüte einer Vanillepflanze.
Die bereits bestäubte Blüte einer Vanillepflanze.
Die bereits bestäubte Blüte einer Vanillepflanze.
Die Vanille (Vanilla planifolia) gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist die einzige Nutzpflanze innerhalb dieser Gattung. Ursprünglich wuchs sie ausschließlich in den küstennahen tropischen Regenwäldern Südostmexikos und Mittelamerikas. Vanille wächst nur in tropischer Mischkultur und kann als Kletterpflanze bis zu zehn Meter lange Ranken bilden.

Der spanische Eroberer Mexikos, Hernán Cortés, war der Legende nach der erste Europäer, der 1519 die aromatische Orchideenfrucht kennenlernte.
Schon bald nach der Eroberung Mexikos gelangten die ersten Vanilleschoten nach Spanien. So ist denn auch das Wort „Vanille“ spanischen Ursprungs und bedeutet „kleine Hülse“. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Vanille ihren Siegeszug an den europäischen Königshöfen.

Besonders die vanillebegeisterten Franzosen legten in ihren Besitzungen in Übersee, die klimatisch geeignet waren, großflächig Vanillekulturen an. Beispielsweise in den Kolonien auf Madagaskar, auf den Seychellen und Komoren sowie auf La Réunion.

Anbau und Ernte

Vanille ist eine mehrjährige Kletterpflanze, die nur in tropischer Mischkultur wächst. Sie braucht als Stützpflanze einen Baum, an dem sie bis zu zehn Meter emporranken kann. Viele Bauern kultivieren sie auch in ihren Gemüsegärtchen zusammen mit Mango, Muskat, Ananas und Zuckerrohr.

Die traubenförmigen Blütenstände bestehen aus acht bis zehn etwa fingerlangen, gelblich-grünen und stark duftenden Orchideenblüten.
Im Oktober beginnt die Blütezeit, die sich über drei Monate erstreckt. Pro Tag blüht nie mehr als eine Blüte eines Blütenstandes, und auch das nur für wenige Stunden und an einem einzigen Tag. So gehen die Bäuerinnen und Bauern täglich in ihre Pflanzungen, möglichst morgens und abends. Bei bestäubten Blüten beginnt der Fruchtknoten zu wachsen. Nach etwa vier bis sechs Wochen hat die grünliche, einer Stangenbohne ähnelnden Frucht, ihre endgültige Länge von 15 bis 18 cm erreicht.

Oktober und November sind auch die Monate für Neupflanzungen. Dafür werden von den langen Lianen der Vanillepflanze Stücke abgeschnitten und als neue Stecklinge in die Erde gebracht.
Die Blüten werden mit Hilfe eines langen Bambusstäbchens bestäubt.
Die Blüten werden mit Hilfe eines langen Bambusstäbchens bestäubt.
Die Blüten werden mit Hilfe eines langen Bambusstäbchens bestäubt.
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten
Ein Vanillebauer prüft den Reifezustand der Vanilleschoten

Natürlicherweise kann Vanille nur von bestimmten Bienen- und Kolibriarten bestäubt werden, die aber ausschließlich in der ursprünglichen Heimat Mexiko vorkommen. In den heutigen Hauptanbaugebieten, Madagaskar und den Komoren, muss die Vanille daher mit Hilfe eines Bambusstäbchens von Hand bestäubt werden.

Vanilleblüten haben gleichzeitig männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane, die durch ein zungenförmiges Blatt voneinander getrennt sind. Daher bedarf es für den Bestäubungsvorgang Hilfe, ob durch Insekten, Kolibris oder eben durch die Bauern.

Erntereif sind die Früchte etwa acht Monate nach der Befruchtung, wenn die Farbe der Schoten von Grün nach Gelb wechselt.
Die Bestimmung des besten Erntezeitpunktes erfordert viel Erfahrung und entscheidet maßgeblich über die Qualität. Die zur Ernte anstehenden Früchte müssen täglich kontrolliert und gepflückt werden. Daher erstreckt sich die Ernteperiode über drei Monate. Weil die Pflanzen größtenteils im Regenwald wachsen, ist die Ernte zudem sehr aufwendig.

Vom Steckling bis zur ersten Ernte vergehen drei Jahre. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass Vanille extremen Preisschwankungen unterliegt. Denn wenn die Preise im Keller sind, pflegen viele Anbauer ihre Vanillepflanzungen nicht ausreichend. Damit sinkt das Angebot, die Preise steigen. Und bis wieder ausreichend Ernte vorhanden ist, vergehen mindestens drei Jahre.

Verarbeitung

Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Nach der vollständigen Fermentation und Trocknung werden die Vanilleschoten der Länge nach sortiert und von Hand gebündelt
Die Vanilleschote ist direkt nach der Ernte noch völlig geschmacks- und geruchsneutral. Das typische Aroma der Vanille wird erst durch einen Fermentationsprozess freigesetzt, der spätestens zwei Tage nach der Ernte beginnen muss.

Die geernteten Vanilleschoten werden zunächst in Körben für wenige Sekunden in heißes Wasser getaucht. Anschließend wird die Vanille getrocknet und fermentiert. Täglich kontrollieren die Fachkräfte, ob der Prozess richtig abläuft, der Feuchtigkeitsgehalt passt und sich kein Schimmel bildet.
Dieser Vorgang dauert mehrere Monate. Dabei werden aus einem Kilogramm grüner Vanilleschoten letztendlich 200 Gramm fertige Vanille. Doch der Aufwand lohnt sich: Denn außer Vanillin enthält Vanille noch weitere 150 Aromen. Kein Wunder, dass dieses edle Gewürz so begehrt ist.

Die fermentierte Vanille muss zwei bis drei Monate in gut belüfteten Lagerräumen getrocknet werden. Anschließend wird sie von Hand nach Länge sortiert, gebündelt und für den Versand nach Europa bereit gemacht.

Faire HAND IN HAND-Bourbon Vanille von den Komoren

Rapunzel bezieht sämtliche Bio-Bourbon Vanille von Vaniacom, einem sozial engagierten Unternehmen auf den Komoren-Inseln. Vaniacom ist HAND IN HAND-Partner von Rapunzel. Mit diesem firmeneigenen, zugleich extern zertifizierten Fairhandels-Programm profitieren die Vanille-Bauern und -Verarbeiterinnen noch mehr vom Handel mit Rapunzel.

Als ersten Entwicklungsschritt haben sich der HAND IN HAND-Partner und die Mitglieder der Bauernkooperative für die Einrichtung einer Krankenversicherung entschieden – einem Gesundheitsfonds für Bauern, Arbeiterinnen und ihre Familien. Der faire Handel mit Rapunzel bietet somit den Menschen und ganz besonders den weiblichen Angestellten vor Ort eine echte Perspektive.

mehr über unseren HAND IN HAND-Partner Vaniacom

Eine starke Frau: Vaniacom-Unternehmerin Sitti Chihabiddine wird von den Vanille-Bauern geschätzt.
Eine starke Frau: Vaniacom-Unternehmerin Sitti Chihabiddine wird von den Vanille-Bauern geschätzt.
Eine starke Frau: Vaniacom-Unternehmerin Sitti Chihabiddine wird von den Vanille-Bauern geschätzt.

Bourbon Vanille von Rapunzel

Vanillepulver Bourbon HAND IN HAND
Vanillepulver Bourbon HAND IN HAND
Vanilleschoten Bourbon HAND IN HAND
Vanilleschoten Bourbon HAND IN HAND
Vanillezucker Bourbon mit Cristallino HAND IN HAND
Vanillezucker Bourbon mit Cristallino HAND IN HAND
Vanillezucker Bourbon mit Rapadura HAND IN HAND
Vanillezucker Bourbon mit Rapadura HAND IN HAND
Pudding-Pulver Vanille
Pudding-Pulver Vanille

Tipps & Tricks

Aufbewahrung von Vanilleprodukten


Vanille ist nicht nur ein sehr vielseitig einsetzbares Gewürz, um Geschmacksnuancen zu verbinden und zu harmonisieren. Wenn man Vanille richtig behandelt, kann man sie sehr lange aufbewahren und sogar mehrfach verwenden.

Wichtig dabei: Vanille immer in einem gut verschließbaren Gefäß / Glas aufbewahren, möglichst an einem kühlen und dunklen Ort.

Mehrfachverwendung von Vanilleschoten

 
  • Die Schoten in größere Stücke schneiden, in ein Glas mit Zucker stecken und fest verschließen. Der Zucker nimmt das Aroma der Vanille an.
  • Die leeren Schoten in ein Zentimeter lange Stücke schneiden und in eine Dose mit schwarzem oder grünem Tee zur Aromatisierung geben.
  • Ein Stückchen Schote zum Kaffee in den Filter geben und gemeinsam aufbrühen.
  • Die leere Schote im Apfelmus mitkochen – das nimmt die Säure und man braucht kaum Zucker.
  • Die Schote in Milch für Pudding oder Grießbrei mitgekocht zaubert ein sanftes Vanillearoma in Ihr Dessert.

Häufige Fragen zur Vanille

Weiße Kristalle an den Bourbon Vanilleschoten?


Während der Lagerung kann sich eine Art „Raureif “ aus natürlichen Vanillin-Kristallen an der Oberfläche der Schote bilden. Er zeugt von äußerst hochwertiger Qualität der Vanilleschoten. Die Kristalle sind essbar und sehr aromatisch.

Wie viel Vanillepulver entspricht einer Vanilleschote?


Etwa 1/2 bis 1 Teelöffel gemahlenes Vanillepulver entspricht zwei Vanilleschoten. Vanillepulver ist die ganze, vermahlene Vanilleschote – nicht nur das Mark!

Rezepte mit Vanille Produkten

Sommerliche Obsttorte
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Milchreis mit Orangen-Dattelsauce Orientalische Art
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Ingwer Kekse mit Rohrzuckermelasse
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Himbeer-Streuselkuchen
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Birnen-Schokoladenkuchen
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Gugelhupf Apfelkuchen
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Vanilla Hasel Dessertcreme
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Quitten-Käse
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Selbstgemachter Sojadrink
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Mohnkuchen
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Bayrischer Scheiterhaufen (Ofenschlupfer)
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Apfel-Bananenauflauf mit Mandeln
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